Datenbank für C++



  • Wähle eine Datenbank gemäss deinen Anforderungen an des Speichersystems aus

    Da gebe ich dir grundsätzlich absolut recht, allerdings ist wie gesagt nicht das primäre Ziel eine Datenbank zu finden, die sich perfekt für mein Projekt eignet (daher die beste performance etc. mit sich bringt), sondern mal etwas anderes auszuprobieren. Und wenn dabei die Erfahrung rauskommt, dass es nicht optimal war, weil es z.B. eine NoSQL Datenbank war (oder auch aus irgendwelchen anderen Gründen), dann ist das eine gute Erfahrung gewesen. Es gibt dann auch immer die Option, nochmal die Datenbank zu wechseln.
    Viel mehr möchte ich vermeiden, dass ich später mal in einem richtigen Projekt sitze und es genau um diese Frage geht. welche Datenbank. Irgendjemand sagt dann, lasst uns MongoDb nutzen, das ist der neuste Scheiß und alle großen Firmen setzen daraus ... außerdem viel schneller, flexibler was weiß ich nicht. Würde ich dann sowas entgegenbringne wie

    Für den allgemeinen Fall ist eine SQL Datenbank deutlich geeigneter.

    würde es vermutlich nur heißen, ich wäre konservativ 😉

    Und dann merkt man vlt. während des Projektes, dass SQL wirklich besser gewesen wäre ... naja aber dann ist zu spät, dann steckt Geld, Zeit und ein größeres Team dahinter ... ein Umschreiben auf SQL ist dann vermutlich eher nicht mehr möglich.

    Ich finde es schadet nicht, auch mal was neues auszuprobieren und mehr als nur eine Seite der Medaille zu kennen.

    Aber tatsächlich würd es zunächst wohl erstmal gar keine Relationen geben, später vlt. mal wenige. Was es dafür aber geben wird, sind Objekte mit std::optional membern und soweit ich das verstanden habe, kann eine NoSQL Datenbank oft mit sowas ganz gut umgehen und bietet mehr Flexibilität.

    Das entspricht gar nicht meiner Erfahrung. Das Interface ist üblicherweise zwischen allen Sprachen sehr ähnlich gehalten. Und SQL Datenbank sind sogar untereinander meistens sehr ähnlich in der Schnittstelle. Bist du sicher, dass du da nicht eher ORMs meinst?

    Erfahrung habe ich damit keine, aber es ist etwas, was ich mir vorstellen könnte aus verschiedenen Gründen. Hauptgrund könnte z.B. sein, wenn es gar kein C++ Interface gibt, sondern nur ein C Interface ... Mit C interfaces zu arbeiten ist halt einfach was anderes😅
    Oder wenn man sowas sieht:

    using bsoncxx::builder::basic::kvp;
    using bsoncxx::builder::basic::make_document;
    

    Bei so vielen geschachtelten Namespaces, vergeht einem ja schon irgendwie die Lust.

    Und dann haben Sprachen ja auch unterschiedliche Sprachkonstrukte z.B. kann man bei Node.js json direkt verwenden ohne extra lib etc.

    Aber ja auch z.B. odm würde ich sehr interessant finden ... ohne reflection ist der Spaß da aber vermutlich in C++ auch nur sehr begrenzt ... oder eben auch ORMs.
    Hat damit eig irgendjemand Erfahrung? 🙂


  • Administrator

    @Leon0402 sagte in Datenbank für C++:

    Viel mehr möchte ich vermeiden, dass ich später mal in einem richtigen Projekt sitze und es genau um diese Frage geht. welche Datenbank. Irgendjemand sagt dann, lasst uns MongoDb nutzen, das ist der neuste Scheiß und alle großen Firmen setzen daraus ... außerdem viel schneller, flexibler was weiß ich nicht. Würde ich dann sowas entgegenbringne wie

    Für den allgemeinen Fall ist eine SQL Datenbank deutlich geeigneter.

    würde es vermutlich nur heißen, ich wäre konservativ 😉

    Meine Meinung nach ist es sowieso verloren, wenn die Firma so oberflächlich ihr Speichersystem auswählt. Wenn eine neue Technologie als Ersatz gebracht wird, dann sollten diese gegeneinander beleuchtet werden.

    Das Problem ist halt, wenn deine Applikation nicht für eine nicht-relationale Datenbank geeignet ist, dann wirst du auch gar nicht richtig erleben, was es heisst, eine nicht-relationale Datenbank einzusetzen. Was womöglich eher passieren wird, ist, dass du probierst eine relationale Datenbank in einer nicht-relationalen Datenbank abzubilden. Das ist möglich, aber es ist Unsinn.

    Aber mal von all dem abgesehen. Ich kenne keine NoSQL Datenbank, welche deinen Anforderungen entsprechen würde. Die meisten NoSQL Datenbanken sind für Server gedacht, weil einer der grossen Vorteile dieser Datenbanken ist, dass man sie einfacher hochskalieren kann. Das ist nicht unbedingt etwas, was man lokal auf einem Android Gerät benötigt.

    Wenn man NoSQL einfach nur als Document-Storage oder Key-Value-Storage ansieht, dann kannst du wirklich zu einer SQLite Datenbank mit der JSON Extension greifen. Erstellst dir einfach jeweils Tabellen bestehend aus zwei Spalten von Typ String: Key, Value. Einfach nie Werte zueinander referenzieren. Das kannst du dann überall verwenden. Zur Synchronisation kannst du dann auch einfach die SQLite Datei kopieren.



  • Letzendes möchte ich die Datenbank eig auch hauptsächlich auf einem Server benutzen, es geht nur darum eine offline Benutzung zu ermöglichen.
    Vorgestellt habe ich mir das ganze in etwa so:

    Der Benutzer hat seine eigenen Daten in seiner lokalen Datenbank und kann (optional) seine Daten auf dem server speichern und über dort auch mit anderen leuten teilen. Für die Daten, die also auf dem Server liegen sollen (für teilen oder einfach nur als backup) soll dann bei start der Applikation das ganze mit dem lokalen gesynct werden, sofern Internet zur Verfügung steht.

    Und mangels Erfahrung mit Datenbanken, habe ich mir hier die Frage gestellt, inwiefern die Datenbank dafür support bieten müssen (z.B. für das syncen?). Ob man hier evtl. sogar zu zwei verschiedenen Datenbanken greifen muss? Eine die für server gedacht ist und eine die für lokal geeignet ist?

    @Dravere Was ist denn deiner Meinung nach der perfekte use case für eine NoSql Datenbank? Einfach nur "keine relationen zwischen den Objekten" ... das halte ich für etwas unwahrscheinlich, dass das so ot vorkommt ... und irgendeinen Grund muss es ja geben, dass so viele große Firmen oft genug zu Mongo Db etc. greifen.



  • @Leon0402 sagte in Datenbank für C++:

    @Mechanics sagte in Datenbank für C++:

    Mich hat noch keine NoSql Datenbank überzeugt.

    Welche hast du denn bisher ausprobiert (mit C++?). Was für Probleme gab es denn oder wieso hat es dich nicht überzeugt?

    Dravere hat es im Grunde schon ganz gut beschrieben.
    Immer, wenn ich mir gedacht habe, ich hätte einen Fall, wo ich vielleicht mit einer NoSql Datenbank besser dran wäre, habe ich es mir dann genauer angeschaut (hab mir schon alle möglichen angeschaut), und dann haben die alle doch nicht so wirklich gepasst. Und dann kommt auch dazu, dass Performance für mich eigentlich fast immer ein Argument ist, und schnell sind die meisten dieser Datenbanken nicht, nur evt. einfacher skalierbar.
    Ich setz höchstens ab und zu key-value store Datenbanken für einfache Fälle ein, aber dann hab ich meist auch quasi gar keine Anforderungen an das System.


  • Administrator

    @Leon0402 sagte in Datenbank für C++:

    Und mangels Erfahrung mit Datenbanken, habe ich mir hier die Frage gestellt, inwiefern die Datenbank dafür support bieten müssen (z.B. für das syncen?). Ob man hier evtl. sogar zu zwei verschiedenen Datenbanken greifen muss? Eine die für server gedacht ist und eine die für lokal geeignet ist?

    Aber dann willst du ja nicht die ganze Datenbank synchronisieren sondern nur einen Teil. Weil die Datenbank auf dem Server wird ja wohl die Daten aller Benutzer enthalten, während du auf dem Gerät nur die Daten eines Nutzer möchtest. Das führt auch dazu, dass du unterschiedliche Schemas haben wirst. Es kann sogar soweit gehen, dass es womöglich sinnvoller sein könnte, die Daten lokal auf dem Gerät einfach als eine JSON-Datei oder ähnliches zu speichern. Sich hier auf eine einzige Datenbank probiere zu beschränken, halte ich für keinen guten Ansatz.

    @Dravere Was ist denn deiner Meinung nach der perfekte use case für eine NoSql Datenbank? Einfach nur "keine relationen zwischen den Objekten" ... das halte ich für etwas unwahrscheinlich, dass das so ot vorkommt ... und irgendeinen Grund muss es ja geben, dass so viele große Firmen oft genug zu Mongo Db etc. greifen.

    Caches sind meiner Meinung nach einer der sehr schönen Anwendung von NoSQL Datenbanken. Sehr bekannt dafür ist Redis (z.B. als HTTP Cache). Somit hast du eine NoSQL vor einer SQL Datenbank, um die SQL Datenbank zu entlasten. Beide arbeiten zusammen.

    Eine andere Anwendung wäre Big Data. Wenn du z.B. tausende Sensoren hast, welche alle Daten sammeln und diese an eine Datenbank zur Auswertung schicken sollen. Das skaliert dann auch schön und du kannst zahlreiche weitere Datenbanken starten, um entweder mehr hochladen zu können oder die Auswertung zu beschleunigen.



  • Ich hatte nicht vermutet, dass das Schema groß anders sein sollte. Das ist übrigend auch die einzige Relation, die ich im Kopf erstmal hatte (User zu Daten).

    Quasi

    {
    name: „Max Mustermann“
    ...
    Daten: [
    Foo1 {},
    Foo2 {}
    ...
    ]
    }

    Das einzige, was auf dem server anders wäre, wäre das mann mehr als nur eine json datei für den Benutzer hat🤔
    Das müsste dann doch trotzdem das selbe Schema sein ... in SQL zwei tabellen ... eine für Benutzer ... eine für Daten (Die Daten sind übrigens gleich aufgebaut).

    Über die Möglichkeit einfach gar keine Datenbank für lokal zu haben, habe ich übrigens auch schon nachgedacht.
    Die Idee die Daten einfach nur als jsons zu speichern kam mir dabei in den Sinn. Allerdings wusste ich nicht inwiefern das eine gute Idee ist bzw. wann man das machen kann oder wann man lieber zur Datenbank greift🤔

    Hab mal ein bisschen auf der SQL Lite Seite rumgelesen. Klingt ganz interessant, wohl sehr lightweight und damit auch für mobil sehr geignet. Sie sagen selbst, dass SqlLite nicht für Server in der Regel geeignet ist.
    Eine Überlegung von mir wäre Sql Lite lokal zu nehmen mit der json erweiterung. Beim syncen dann die ganze Daten als json direkt auf den server schicken (Qt bietet das soweit ich weiß an ... glaube dann als byte stream oder so?). Und auf dem server eben eine die json dann wieder einzuspielen🤔



  • Nach ein bisschen rumprobieren und rumlesen, wird es vermutlich für die lokale Datenbank SqlLite werden, das scheint wohl zurzeit einer der besten Datenbanken zu sein für lokale Anwendung, da es performant ist und auf allen Plattformen (vor allem eben auch mobil) läuft.

    Die Frage wäre hier allerdings, welche Variante von SqlLite. An sich wird ja erstmal nur eine C api geboten. Hab diese mal ausprobiert und Spaß macht das wirklich wenig 😃

    Hier würden mir verschiedene Möglichkeiten einfallen, dass ganze etwas angenehmer zu machen.

    Möglichkeit 1: Selbst einen C++ Wrapper schreiben -> Damit könnte man die C Api vermutlich etwas einfacher in der Benutzung machen (z.B. mit Hilfe von Destruktoren ^^)

    Möglichkeit 2: Einen vorhandenen C++ Wrapper nehmen

    Möglichkeit 3: NoSql Datenbank lite version nehmen

    Einige NoSql Datenbanken z.B. Mongo Db, Couchbase bieten mobile Varianten an. Diese bauen überraschenderweise auf sqlLite auf. Das Problem hier nur ist, dass C++ zwar intern von allen Datenbanken immer verwendet wird, aber dennoch selten eine richtige C++ API zur Verfügung steht.

    • https://github.com/couchbaselabs/couchbase-lite-C
      -> Sieht ganz nett aus, C Api mit C++ Wrapper. Problem hierbei ist jedoch, dass das Projekt noch in der Beta Phase ist. Zurzeit gibt es z.B. noch keinen support für android. Auch die Dokumentation lässt zu wünschen übrig insgesamt. Es ist jedoch recht wahrscheinlich, dass das Projekt schnell Fortschritt macht (da die C lib selbst auch nur ein wrapper ist ... der core z.B. unterstützt android bereits etc.)

    @Dravere Wie das json modul in C verwendet wird habe ich allerdings nicht verstanden ^^ Konnte es linken etc. aber dann wusste ich nicht wie man diese Befehle verwenden soll.


  • Administrator

    @Leon0402 Meinst du mit JSON modul jenes von SQLite? Das verwendest du nicht in C. Diese Funktionen sind nachher im SQL verfügbar. Also kannst du z.B. das machen:

    SELECT json_extract(value, '$.property.other') FROM document_store WHERE key = 'key';
    

    Das Resultat ist dann ein String, was im JSON Dokument unter property -> other lag. Wenn du dann in deinem Code mit JSON arbeiten willst, brauchst du eine JSON Bibliothek. Da findest du einige hier: https://json.org/ (unten)

    Eine mögliche moderne Implementierung: https://github.com/nlohmann/json



  • @Leon0402 Hi, wenn's für dich zum üben ist, die sqlite c-Api ist nicht so kompliziert, da kann man ganz gut einen eigenen Wrapper für schreiben. Ansonsten, wenn du einen guten Lightweight Wrapper findest, würden mich deine Erfahrungen damit interessieren. Wir verwenden gerade auch ein Wrapper der aus dem Umfeld eine Gui Bibltiothek stammt (wxWidgets und wxSSLite3), aber eigentlich möchten wir mittelfristig die wxWidgets Abhängigkeiten weg haben.
    Daher würde ich auch zur Vorsicht bei dem QT Wrapper raten, dann hängst du nämlich von QT ab und wenn das "nur" für die Datenbank Schnittstelle ist, ist das schon ein Klotz.
    Aber auch hier gilt, wenn das eh nur für dich ist und du evt. sogar schon QT benutzt, spricht auch da nichts gegen.



  • @Schlangenmensch Hab ich sogar schon mal sehr rudimentär gemacht, wurde im C++ Programmierer behandelt.
    Ja das ist so eine Sache mit den Abhänigkeiten ... Ich verwende sowieso schon QT libs, daher ist das nicht direkt das Problem (wobei eine unabhängige lib natürlich grundsätzlich besser ist, damit ich mir für nicht qt projekte nicht eine andere Suchen muss). Ich muss aber zugeben, dass mir natürlich zusagt, dass es z.B. von qt dann auch direkt ein sql model gibt. Das heißt es ist ziemlich einfach und schick seine Daten dann darzustellen in qml (oder qt widgets).


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