Ausbildung zum Fachinformatiker/Systemintegrator
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Bei uns ist die Schulbildung schlicht und einfach ein Witz!!!
Wir schauen uns jetzt schon seit nem 3/4 Jahr Protokolle und ihre Header an.
Unglaublich, oder? Bringt mich richtig weiter. Von der Programmierung fang ich
gar nicht erst an, ihr waert schokiert. Achja, wir haben insgesamt ca. 14 Std.
Datenbank gemacht. Zwischendurch versteht sich und dann sind wir wieder zur
Programmierung zurueck, aber hoppla, da war das Schuljahr ja schon zu ende...so
en mist. Jetzt muessen wir mit Klassen warten, bis das letzte Ausbildungsjahr
anfaengt. Englisch ist ganz einfach. Ein paar Fachbegriffe, die man eh schon
kannte, und sonst normales Schulenglisch. WiSo, das selbe wie jedes Jahr.
Rechnungswesen war ok und BWL war ok. Deutsch konnte man in die Tonne treten.
Elektrotechnik war interessant. Leider hat es der Lehrer recht langweilig
ruebergebracht. Schade, denn er hat das wirklich sehr gut drauf. Dieses
Ausbildungsjahr soll eigentlich der Fachspezifische Teil gelehrt
werden...hmmmm...last mich mal grad ueberlegen...achja, wir sind 24
Systemintegratoren, 4 Anwendungsentwickler und 4 Systemelektroniker. da es nicht
moeglich ist, eine Klasse mit 8 Leuten zu machen, kommt alles in eine Klasse.Ich freue mich schon auf den Fachspezifischen Unterricht. Ich wette die
Anwendungsentwickler und Systemelektroniker werden Fachgerechten Unterricht fuer
Systemintegratoren bekommen.Zum Betrieb sag ich jetzt mal nichts grossartig, aber dort lern ich auch nichts
neues.Und die Abschlussarbeiten + den Bezug zum Schulunterricht, dazu soll nur gesagt
werden, dass mein ehemaliger Mitazubi in seiner Abschlussarbeit 3 Themen hatte,
die nicht in der Schule behandelt worden sind. Gut das unser Lehrer das mit-
bekommen hat, denn jetzt wird er diese Themen mit uns durchgehen. Und zum Glueck
hat mein ehemaliger Mitazubi die Pruefung bestanden. Unserer Rechnungswesen-
lehrer hat uns in der ersten Stunde gesagt: "Wenn es zur Abschlusspruefung geht,
kuemmert euch vorher um einen guten Anwalt".Na das ist ja mal klasse oder?
mfg
v R
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virtuell Realisticer schrieb:
Wir schauen uns jetzt schon seit nem 3/4 Jahr Protokolle und ihre Header an.
Wir haben im 4. Semester auch Dutzende Protokolle durchgenommen - in 2 Vorlesungen

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Bring Eigeninitiative mit.
Meiner Meinung nach, ist der Beruf mittlerweile überlaufen,
es gibt ein Überangebot, aber wenn man gut ist, hat man
immer noch gute Übernahmechancen. Nur, guck zu das du
bei ner Großen Firma lernst, da ist die Gefahr geringer das
du als Billige Arbeitskraft misbraucht wirst.
Wenn möglich, rate aber auch dir zum Studium.Devil
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illuminator schrieb:
Es ist wirklich so. Die Leute die sich damals das Ausbildungssystem ausgedacht haben, haben an Real-/Hauptschüler gedacht.
Trotzdem Blödsinn. Mag ja auf deine Spezies zutreffen, aber bei uns sind selbst Leute mit Abitur durch die Prüfung gefallen. Wenn das Interesse da ist, dann fällt es einem auch leichter und darauf kommt es eher an.
Fakt ist doch, dass ein Student und ein Azubi verschiedene Einsatzzwecke haben. Es hört sich hier immer so an, als wenn alle Nicht-Studenten "Dumme Schrauber" wären, deren Horizont nicht erweiterbar ist und die ihr Leben lang minderwertige Tätigkeiten durchführen müssen.
EDIT: Und wenn jemand schreibt, dass er nicht studieren will, weil er keine Lust auf trockene Theorie hat, dann ist das doch auch in Ordnung. Als Administrator muss man niemals im Leben eine Uni oder FH besucht haben.
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CarstenJ schrieb:
Es hört sich hier immer so an, als wenn alle Nicht-Studenten "Dumme Schrauber" wären, deren Horizont nicht erweiterbar ist und die ihr Leben lang minderwertige Tätigkeiten durchführen müssen.
Ich habe ein Gymnasium besucht, in dessen Kollegium eine solche Ansicht durchaus nicht unüblich war.
CarstenJ schrieb:
Und wenn jemand schreibt, dass er nicht studieren will, weil er keine Lust auf trockene Theorie hat, dann ist das doch auch in Ordnung. Als Administrator muss man niemals im Leben eine Uni oder FH besucht haben.
Wo kann man eine Grenze ziehen?
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Hallo,
absolute_beginner schrieb:
Ich habe ein Gymnasium besucht, in dessen Kollegium eine solche Ansicht durchaus nicht unüblich war.
Interessant. Also vertrittst du auch diese Meinung? Solche Ansichten zeigen natürlich auch die Kurzsichtigkeit der entsprechenden Person(en).
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CarstenJ schrieb:
absolute_beginner schrieb:
Ich habe ein Gymnasium besucht, in dessen Kollegium eine solche Ansicht durchaus nicht unüblich war.
Interessant. Also vertrittst du auch diese Meinung?
Nein. Schließlich habe ich seit über 19 Jahren zwei Handwerker vor meinen Augen- meine Eltern. Und es gab bis jetzt in meiner Familie auch noch keinen Akademiker- alles Landwirte, Handwerker u. ä.
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meine kommentare dazu (fi:anwendungsentw.):
-du lernst vorallem die praxis kennen
-die berufsschule is eher erholung aber so gewöhnt man sich auch besser dran 8 stunden pro tag zu programmiern-es kommt auf deine vorkenntnisse an ob du in der firma aktiv programmieren darfst oder viel zeit mit sachen verbringst die direkt nix mit deiner ausbildung zu tun haben
-natürlich sollte dich das gebiet interessieren in dem die firma arbeitet
ich werd wohl trotzdem noch studiern weil man hin und wieder mit problemen konfrontiert wird für die das basiswissen fehlt
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Sovok schrieb:
weil man hin und wieder mit problemen konfrontiert wird für die das basiswissen fehlt
Dem kann ich nur zustimmen. Ich merke das in dem Unternehmen in dem ich arbeite (was in der Versicherungsbranche tätig ist). Hier wird man teilweise mit Sachen konfrontiert die man einfach nicht ganz hinterblicken kann. Aus diesem Grund möchte ich noch Studieren gehen. So hab ich dann einmal das theoretische Wissen und dazu noch das Praktische um es anzuwenden

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Hallo!
Danke für Eure vielen Antworten

Hier wurden ja viele verschiedene Meinungen vorgestellt, woraus ich
eigentlich nur schließen kann, dass man Glück haben kann oder pech.
Kann cool sein oder nicht.
Besser als Studium klingt es allemal, ich hab ein Semester Informatik
gemacht, vieeel zu trocken (fast) ohne jedweden Praxisbezug.Frage an Sovok:
Die fehlt Basiswissen welches du im Studium erlernen möchtest. Aber ist
ein Informatikstudium nicht sehr theoretisch, bis zum Vordiplom mit zwei
Mathesemestern belegt (Durchfallquote Uni Bonn 2003: ~80%) und eigentlich
nur nützlich um abstraktes Denken zu erlernen?
Was lernt man da praktisches, was man braucht?virtuell Realisticer:
"[..] wir sind 24 Systemintegratoren, 4 Anwendungsentwickler und 4 Systemelektroniker [..]"Sind diese Zahlen Tendenzen oder ist es Zufall dass es sowenig
Anwendungsentwickler gibt? Wenn kein Zufall, warum?Alles in allem haben mich Eure Antworten/Links noch weiter überzeugt
den Pfad Fachinformatiker zu wählen!Gibts hier auch Leute die ihre FI Ausbildung schon hinter sich haben
und schon im Beruf stehen?
Über eine Antwort von diesen würde mich noch sehr glücklich machen
Wie siehts im Beruf aus, genug gelernt, Aufstiegschancen...Danke

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Headhunter schrieb:
Wie siehts im Beruf aus, genug gelernt, Aufstiegschancen...
Als typischer Informatikstudent sehe ich für einen Fachinformatiker keine großen Aufstiegschancen. Wenn du so eine Ausbildung machst, dann wirst du halt genau für eine bestimmte Sache ausgebildet. Da ist kein Aufstieg eingeplant. Wenn du aufsteigen willst, dann brauchst du Fähigkeiten (und Wissen), die du dir als Fachinformatiker nur schwer aneignen kannst. Wenn du von der Uni kommst, dann bringst du diesbezüglich bessere Voraussetzungen mit.
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Wenn du etwas mehr Praxisbezug haben möchtest könnte ein Studium an einer FH für dich genau richtig sein. Hier hast du zwei Praxissemester in denen man sich "austoben" kann

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Headhunter schrieb:
und eigentlich
nur nützlich um abstraktes Denken zu erlernen?
Was lernt man da praktisches, was man braucht?vielleicht abstraktes Denken?
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Gregor:
[..]Wenn du aufsteigen willst, dann brauchst du Fähigkeiten (und Wissen), die du dir als Fachinformatiker nur schwer aneignen kannst. Wenn du von der Uni kommst, dann bringst du diesbezüglich bessere Voraussetzungen mit [..] .
Wie schon gesagt, ich habe ein Jahr Informatik studiert und das was ich
dort gelernt habe war weit weit von jedweder Praxis entfernt.
Und es ist ja auch nicht so dass ich saudumm bin, ich würde mich selbst
schon als Autodidakt bezeichnen, von daher kann ich denke ich schon mir
selbst Sachen aneignen.Zum Thema FH:
Klingt wirklich wie ne gute Alternative, aber wie auch schon gesagt -
auf Schule keinen Bock mehr. 13 Jahre sind genug!Jester:
Zum Thema abstraktes Denken:
Was hast du davon wenn du mit Vektorräumen und ∞ komplexeste
Gleichungen lösen kannst?
Hey, das brauchte ich ja schon immerNe, noch nicht. Was du da lernst ist es dir abstrakten Stoff (egal um was
es geht) dir einzutrichtern, damit du den Weg lernst.
Der Stoff ist dabei sekundär.
Das ist meine Meinung/Erfahrung
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Headhunter schrieb:
Jester:
Zum Thema abstraktes Denken:
Was hast du davon wenn du mit Vektorräumen und ∞ komplexeste
Gleichungen lösen kannst?Ich kann zum Beispiel ne Handschrifterkennung bauen. Und Vektorräume lauern fast überall. Man muß nur genau hinsehen.
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Ich muss ganz ehrlich sagen, während des Grundstudiums habe ich mich des öfteren gefragt, wozu dieser ganze Schwachsinn gut sei.
Aber seit ich das Vordiplom in der Hand habe, fallen mir immer wieder bei Gelegenheiten Dinge auf, wo mir die Mathematik weitergeholfen hat.
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Headhunter schrieb:
Wie schon gesagt, ich habe ein Jahr Informatik studiert und das was ich
dort gelernt habe war weit weit von jedweder Praxis entfernt.
Und es ist ja auch nicht so dass ich saudumm bin, ich würde mich selbst
schon als Autodidakt bezeichnen, von daher kann ich denke ich schon mir
selbst Sachen aneignen.Mich mußt du nicht überzeugen. Ich sage dir nur, wie die Realität aussieht. Mit einem Abschluss an einer Hochschule hast du nunmal deutlich bessere Aufstiegschancen als mit einer Fachinformatiker-Ausbildung.
Ich sehe bei dir erstmal folgendes:
Dein erstes Projekt - dein Studium - hast du schonmal nicht durchgezogen. Das ist nicht unbedingt die ideale Ausgangslage, um eine Position mit einer größeren Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen. Woran könnte das gelegen haben? Vielleicht war es zu schwer? Das würde nichts gutes über dich aussagen. Vielleicht hattest du auch etwas angefangen, was "einfach nichts für dich war", du hast dich also davor nicht gut genug erkundigt. Du hast das Projekt auf gut Glück angefangen. ...der Fall wäre ja fast noch schlimmer. Das würde dich charakterlich für eine Position mit einer größeren Verantwortung praktisch disqualifizieren.
...ok, du kannst natürlich immer mit den paar berühmten Studienabbrechern argumentieren, die es zu was gebracht haben. Bill Gates und so. Deinen Vorgesetzten dürfte das allerdings wenig interessieren.
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Optimizer schrieb:
Ich muss ganz ehrlich sagen, während des Grundstudiums habe ich mich des öfteren gefragt, wozu dieser ganze Schwachsinn gut sei.
Aber seit ich das Vordiplom in der Hand habe, fallen mir immer wieder bei Gelegenheiten Dinge auf, wo mir die Mathematik weitergeholfen hat.
Ich bereue es jetzt im Hauptstudium, dass ich im Grundstudium teilweise der Auffassung war, dass ich bestimmte Dinge "ja eh nie wieder brauchen würde", weil ich einfach kein Anwendungsgebiet etc. gesehen habe. Jetzt erkenne ich, dass das doch eine gewaltige Fehleinschätzung war, die ich jetzt bereue und durch größeren Arbeitsaufwand überwinden muss. Außerdem erkenne ich jetzt, dass die Mathematik aus dem Grundstudium viel zu wenig war. Ich kann jetzt zumindest viel mehr gebrauchen (Ok, ich habe mich im Hauptstudium auch für eine Richtung entschieden, die dies einfach erfordert).
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Ich finde es vollkommen in Ordnung ein Studium nach nem Jahr abzubrechen. Wenn es halt nicht das richtige ist. Das läßt sich auch leicht begründen. Erstes Semester hat kein Spaß gemacht, dann 2. noch versucht, ob's nicht vielleicht nur gewöhnungsbedürftig war. Und danach gesagt gut, das war's nicht, ich such mir was anderes. Finde ich in Ordnung.
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Jester schrieb:
Ich finde es vollkommen in Ordnung ein Studium nach nem Jahr abzubrechen. Wenn es halt nicht das richtige ist. Das läßt sich auch leicht begründen. Erstes Semester hat kein Spaß gemacht, dann 2. noch versucht, ob's nicht vielleicht nur gewöhnungsbedürftig war. Und danach gesagt gut, das war's nicht, ich such mir was anderes. Finde ich in Ordnung.
Sicher ist das in Ordnung und ich habe das da oben natürlich übertrieben dargestellt. Trotzdem ist das ein kleiner negativer Fleck im Lebenslauf, den man erstmal durch etwas anderes positives wegmachen muss. Wenn man eine niedrigere Qualifikation als jemand anderes hat und vielleicht sogar irgendwelche Dinge abgebrochen hat, dann muss man mehr leisten als der andere, um nach oben zu kommen. Man hat in jedem Fall eine schlechtere Ausgangslage.