Einige Programmiersprachen verschwinden



  • Blue-Tiger schrieb:

    Also mit "Frozen Bubble" gibts ein ziemlich bekanntes Spiel, das mit Perl geschrieben wurde 😉 Und das ist auch gar nicht so schwer. Unter Linux sind viele Applikationen mit Perl oder Python geschrieben.... da ist deine Kategoriesierung sehr schwammig bis gar nicht existent 😉

    Ich habe an Frozen Bubble gedacht, als ich das geschrieben habe. Und es ist nicht nur eine Ausnahme (ich habe ja gesagt, dass es die gibt) - es hat auch einen Quelltext, dem man deutlich ansieht, dass Perl *nicht* dafür gemacht wurde. Und Applikationen sind nicht == große Anwendungen. Da kenne ich auch unter Linux nichts, was nicht in einer der traditionellen kompilierten Programmiersprachen geschrieben wäre.



  • Online schrieb:

    Und Programmieren ist nach meiner ansicht eintippen von Code denn ich mir vorher überlegt hab.

    Ich finde dieses Ausdenken gehört zum Programmieren dazu. Und deshalb ist programmieren mehr als Code hacken (für mich). Wie nennst Du das Code ausdenken?

    Die Kernfrage hat Dich zu einer Aussage über's programmieren gebracht mit der ich nicht einverstanden bin. Warum hast Du sowas gesagt, wenn's nix mit dem Thema zu tun hat? Also hat's doch was damit zu tun... dann darf's auch hier diskutiert werden.

    Und wenn wir uns nichtmal einig sind was Programmieren ist, wie wollen wir uns denn dann einigen was eine Programmiersprache ist?

    Insofern finde ich nicht, daß die Diskussion am Thema vorbei ist.



  • Den Ansatz:"Wann ist eine Sprache eine Sprache" find ich ganz witzig.

    <naiver Versuch>

    Kernelement der menschlichen Sprache ist die Abstraktion von Objekten der realen Welt durch Wörter. Der Zusammenhang ergiebt sich in Sätzen und wird in der Grammatik geregelt.

    <\naiver Versuch>

    Somit finde ich bei der Entscheidung, was eine Programmiersprache ist extrem nebensächlich, was man damit machen kann, und wer was damit gemacht hat. Wesentliche Elemente sind das Vorhandensein von Abstraktionsobjekten ( Variablen, u.s.w ) und die Möglichkeit diese mit einer Grammatik miteinenader einen Sinn (oder Unsinn 🙂 )bilden zu lassen.



  • überlegt doch mal ganz genau was programmieren heißt?????

    Codehacken...nichts weiter als CODEHACKEN...

    und womit macht man das programmieren????? genau : Programmiersprachen

    @jester
    also das war das was ich geschrieben hab (siehe oben)

    für mich ist programmieren und code-hacken das gleiche

    weil unter code-hacken verstehe ich eingabe von programmen. und wenn ich etwas eingeben will muss ich mir das natürlich vorher überlegen. das ich überlegen muss, ist doch wohl ganz klar oder nicht?

    um etwas zu tun muss man sich vorher überlegen was man tun will. kein ernstzunehmender programmierer, code-hacker, skripter oder wie auch immer setzt sich vor dem rechner, schreibt:

    int main()
     {
     }
    

    und überlegt sich dann was wohl zuwischen die {} kommt.

    deswegen find ich es absurd zu behaupten das code-hacken halt code eintippen ist und programmieren code-eintippen mit vorheriger überlegung sein soll.



  • kein ernstzunehmender programmierer, code-hacker, skripter oder wie auch immer setzt sich vor dem rechner, schreibt:

    int main()
    {
    }

    Stimmt, das sollte wohl die IDE übernehmen. Den Unterschied zwischen Code hacken und Programmieren sieht man meist erst wenn ein Projekt größer und größer wird, noch ein - zwei Leute das Team verlassen und ein paar neue dazukommen.
    Laufen dort dann viele (junge) Leute mit grauen Haaren rum, die ihre Wohnung nur noch aus Erzählungen kennen, dann war der Code gehackt und nicht programmiert :).



  • Stefan Ram schrieb:

    - Einige Programmiersprachen verschwinden (z. B. C++)

    Mir wäre es allerdings lieber, wenn UML verschwinden würde... 🙄



  • Der erste sinnvolle Satz in diesem Thread 😃



  • volkard hat in diesem Thread mal vom explorativen Programmieren gesprochen. Fand ich ganz interessant...



  • Kinder, jetzt streitet euch doch nicht um die Wörter. Einige meinen wohl mit dem Wort Code-Hacken den Begriff Programmieren. Wobei andere das nicht verstehen, weil Code-Hacken bzw. Hacken ja davon kommt, dass man etwas auf die Tastatur "einhackt" dh. eingibt. Also in dem Fall Code eingeben.

    Deswegen muss man aber nicht einen ewig großen Thread erzeugen. 🙂



  • ja Papa 👎



  • operator void schrieb:

    Ich habe an Frozen Bubble gedacht, als ich das geschrieben habe. Und es ist nicht nur eine Ausnahme (ich habe ja gesagt, dass es die gibt) - es hat auch einen Quelltext, dem man deutlich ansieht, dass Perl *nicht* dafür gemacht wurde. Und Applikationen sind nicht == große Anwendungen. Da kenne ich auch unter Linux nichts, was nicht in einer der traditionellen kompilierten Programmiersprachen geschrieben wäre.

    Scribus z. B. war in seinen ersten Versionen in Python geschrieben,(Quelle: http://www.linuxdevcenter.com/pub/a/linux/2004/09/02/scribus.html?page=1) auch wenn es das jetzt nicht mehr ist, zeigt das immerhin, dass Applikationen doch auch mit Python geschrieben werden, und das Python wohl auch eine sehr geeignete Sprache fuer Applikationen ist.

    Uhm, andere Frage: warum muss eine Sprache fuer euch Turing-complete sein, um "Programmiersprache" zu sein? 😕



  • Steven schrieb:

    Stefan Ram schrieb:

    - Einige Programmiersprachen verschwinden (z. B. C++)

    Mir wäre es allerdings lieber, wenn UML verschwinden würde... 🙄

    👍 ! Ich hasse UML. Gegen ein paar Diagramme habe ich nichts einzuwenden, aber UML ist im Laufe der Zeit so komplex geworden, dass man sich fast schon wieder etwas anderes überlegen muss um manche UML-Diagramme anschaulich darzustellen. UML wurde sowieso nur erfunden um arme Studenten zu quälen... 😃



  • Blue-Tiger schrieb:

    Uhm, andere Frage: warum muss eine Sprache fuer euch Turing-complete sein, um "Programmiersprache" zu sein? 😕

    Ganz einfach: There is no end to the infinite number of stupid things that can be done on a TURING complete system.



  • Wenn mir jemand ein Struktogramm gibt kann ich den entsprechenden Code einhacken, wenn nicht, muss ich selber programmieren.



  • Stefan Ram schrieb:

    - Einige Programmiersprachen verschwinden (z. B. C++)

    entweder c++ oder uml. beides zusammen geht nicht gut in einen kopf. also nur mit umschalter, so wie java und c++. der autor dieses dokumentes weiß das noch nicht, steigert sich in uml rein und findet c++ deshalb immer komischer. er könnte sich auch in c++ reinsteigern und uml immer komischer finden. ich bin der überzeugung (und habs auch hier schon ein paarmal vertreten), daß uml unbrauchbar ist (und logischerwiese als eintagsfliege zu behandeln ist).



  • sarfuan schrieb:

    Ob eine Sprache jetzt eine Scriptsprache ist oder nicht, hängt jeweils von ihrer konkreten Verwendun im Einzelfall ab. C kann demnach z.B. sowohl Scriptsprache als auch kompiliert sein. Dennoch würde man C niemals als Scriptsprache bezeichnen, denn die mit großem Abstand häufigste Verwendung ist nicht interpretiert sondern kompiliert.
    Und genau liegt meiner bescheidenen Meinung nach die "umgangssprachliche" Definition von Scriptsprache. Eine Scriptsprache ist einfach eine Sprache, die in der Praxis am häufigsten interpretiert und nicht kompliiert wird. That's it 🙂

    exakt. man einigt sich mit der zeit darauf, ob man die programmiersprache php auch als scriptsprache bezeichnet.

    übrigens hatte ich mal ein environment mit c++ als scriptsprache. schon ein wenig mehr als 10 jahre her. hab dem norton commander gesagt, was er bei druck auf die ausführen-taste auf ne *.cpp machen soll. logischerweise compilieren und dann ausführen. bei der anguck-taste und der editier-taste den standard-texteditor mit dieser datei aufmachen.
    und ich hatte mir angewöhnt, auch kleine sachen wie mal dies oder jenes aufzulisten oder zu konvertieren in c++ (eher c) zu schreiben. schnell im script den dateinamen ändern und ausführen. wußte damals noch gar nicht, daß man später sprachen in script-sprachen und andere sprachen trennt. sonst hätte ich das natürlich nicht gemacht, damit c++ nicht scriptsprache genannt wird.



  • MaSTaH schrieb:

    UML wurde sowieso nur erfunden um arme Studenten zu quälen... 😃

    was lehrt der prof, der nicht coden kann? der hat doch gar keine andere chance, als ein uml-tutorial zu lesen und dann ein uml-buch und das dann zu lehren. coden lernt er nicht in ein paar wochen. und er will sich nicht lächerlich machen. perverserweise sagt er auch noch "ich lehre uml statt coden, weil das besser ist". so plattformunabhängiger und strukturierter und irgendwie besser halt.



  • also eine sprache ist einfach eine menge erlaubter eingaben. oder (was gleichwertig ist) eine funktion, die zu jeder möglichen eingabe "erlaubt" oder "nicht erlaubt" sagt.
    die sprache muß keinen sinn ergeben!

    übrigens ist die zwei-elementige menge "erlaubt" und "nicht erlaubt" auch eine sprache.

    eine syntax ist eine vorschrift, wie eine sprache in eine andere sprache zu übersetzen ist.

    üblicherweise interessiert uns die syntax von allen möglichen eingaben auf "erlaubt" und "nicht erlaubt". mit dieser syntax definieren wir eine sprache.

    damit die sprache mehr als nur sinnfrei ist, muß es eine übersetzungsvorschrift von der sprache in deren bedeutungen geben. eine semantik.
    aber aufgepasst! die semantik ist auch nur eine syntax. und wer das jetzt gerafft hat, spart sich 3 monate vorlesung mindestens, in denen drumherumgeredet wird, weil der prof einerseits sytax von semantik scharf trennt aber andererseits die wieder so viel miteinander zu tun haben, viel mehr als nur enge nichtverwandte nachbarschaft.

    nicht jede sprache muss gleich turing-vollständig sein. manchmal ist es angemessener, eine unvollständige sprache zu nehmen.
    zum beispiel könnte mich mal jemand herausfordern, in einer sprache meiner wahl ein hello-world-programm zu schreiben.
    ich wähle world. eine selbstentwickelte sprache mit sehr einfacher syntax, speziellem anwendungsgebiet kleinem und schnellem interpreter und compiler.

    einfache syntax: jede mögliche eingabe ist gültig.
    jede gülige eingabe erzeugt als ausgabe "hello, world!".
    ich sende zum wettbewerb den leeren string als programm. mit größe 0 kann er kaum überboten werden.
    also interpreter sende ich
    int main(){
    cout<<"hello, world!";
    }
    und der compiler ist als dos/win-batch:
    int main(int argc,char** argv){
    system((string("copy ")+argv[0]+" "+argv[1]).c_str());
    }
    eine optimierte version des compilers, kann bei mir für 100Eu bezogen werden.



  • Muahahaha! Hoffentlich schreibt jetzt hier noch ein Unregistrierter irgendwas gutes über UML, dann ist hier die Hölle los. 😃
    Naja mich interessiert von UML eigentlich nur, die Vererbungshierarchie aufzuzeichnen, und das hat man früher ja auch schon irgendwie geschafft. ;((
    Vielleicht ist es manchmal noch ganz interessant, auch anders geartete Beziehungen zwischen Klassen festzuhalten. Prinzipiell fang ich schon immer mit einer kleinen Planung an, aber letztendlich führe ich dann doch noch 98263mal größere Änderungen durch und pflege das "UML-light" bestenfalls noch mit. Es schadet vielleicht nicht, um den Überblick besser zu behalten.
    Aber so ein richtiges vollständiges UML ist IMHO Rotz.

    P.S. UML rockt 👍 😉



  • __me schrieb:

    Wenn mir jemand ein Struktogramm gibt kann ich den entsprechenden Code einhacken, wenn nicht, muss ich selber programmieren.

    ich kann meinen code gar nicht in struktogramme verwandeln. da geht alle eleganz flöten und ohne die sind die ideen viel zu komplex, um sie umsetzen zu können, ohne verrückt zu werden.


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