Alles, was ihr je über ******** wissen wolltet



  • Was wollt ihr im Informatik-Unterricht hören?

    Wie man eine Windows Anwendung programmiert in C/C++ und der WinAPI ?

    Oder doch lieber mit Borlad's Builder.

    Linux lieber nicht. Das wird doch zu kompliziert. Alleine die Installation. Brrrrr.

    Was ihr wollt auch noch Pascal und ein wenig Basic haben. Hmmm. Da werden die paar Stunden in der Woche nicht reichen.

    Am besten wir programmieren eine 3D Demo in C/C++ und OpenGL. Verwenden dabei verkettete Listen, rekrusive Aufrufe, Funktionpointer und Zeiger. Also alles was so zur programmierung gehört.

    Leute seit doch mal realistisch.

    In der "normalen" Schule kann nicht erwarten das man mehr lernt als Basic und das nur um ein paar einfache Rechnungen zu machen.

    Das mit der Hardware und Software und den Betriebssystemen gehört heute zur Allgemeinbildung.

    friede sei mit euch und ein guter Rutsch in die neue ähhh ich meine ins neue Jahr. 😃 😉



  • ºgrimmsenº® schrieb:

    Vielleicht sollte man bedenken, dass es sich um Informatikunterricht
    der 5-7 Klasse handelt! Was erwartet Ihr eigentlich?
    Wie will man einem, der noch nie mit Computern zu tun hatte, die Sache näher
    bringen. Glaube nicht, dass man gleich mit den Hardcorethemen anfangen kann.
    "So Kinder. Und jetzt erkläre ich euch was NP-Vollständigkeit ist!"

    Völlig richtig 👍

    Ich meine nur, man sollte es anders nennen, nicht "Informatik", weil das damit nunmal nichts zu tun hat. Genauso, wie man imho Mathe in der Unterstufe lieber "Rechnen" nennen sollte.



  • Also bei uns in der 5,6,7 Klasse wird man rangeführt und lernt surfen, Words zu bedienen (schreiben, malen, spezielles) und anderer grundlegende Dinge. Dann fängt man an HTML zu programmieren, allerdings ind Phase 5 und man benutzt sogar SelfHTML. In der 11 und 12 programmiert man mit Visual Basic, Pascal und dann kommt Datenbanken, Verschlüsselung etc., also doch recht ordentlicher Unterricht und gar nicht immer so einfach. Als ich noch in der 5ten war, haben wir noch richtig booten gelernt und im DOS gearbeitet.

    Aber im Ernst, als ich in der 5ten war und das erste Mal am PC saß hab ich nix gerafft, also ist es doch wirklich gut mit einfachen Dingen anzufangen wie schreiben in Words und so, eben was was die Meisten auch haben und es nutzen können, ich fände es sinnlos gleich eine Linux Distribution komplett einzurichten und mit Assembler anzufangen.



  • michaelwitzik schrieb:

    können, ich fände es sinnlos gleich eine Linux Distribution komplett einzurichten und mit Assembler anzufangen.

    Informatiker schrieb:

    Ich meine nur, man sollte es anders nennen, nicht "Informatik", weil das damit nunmal nichts zu tun hat. Genauso, wie man imho Mathe in der Unterstufe lieber "Rechnen" nennen sollte.



  • ºgrimmsenº® schrieb:

    Vielleicht sollte man bedenken, dass es sich um Informatikunterricht
    der 5-7 Klasse handelt! Was erwartet Ihr eigentlich?

    Ich erwarte Lehrmittelfreiheit, denn dazu sind die Schulen verplichtet.

    Es kann also nicht in Ordnung sein, wenn man beim Abschnitt Betriebsysteme nur
    Windows nennt.

    Und es ist erst recht nicht in Ordnung wenn man den Schülern nur Word, Excel und Co beibringt und das ganze auf diese Programme bezieht, anstatt das
    unvoreingenommen einfach Textverarbeitung und Tabellenkalkulation zu nennen.
    Hier wird ganz klar gegen die Lehrmittelfreiheit verstoßen,
    und wenn ich der Vater von so nem Kind wäre, das so eine Produktprägung
    in der Schule bekommen würde, dann würde ich dem Lehrer mal
    ordentlich eine Belehrung an den Kopf schmeisen. 😡 😡 😡



  • logle schrieb:

    Was wollt ihr im Informatik-Unterricht hören?

    Wie man eine Windows Anwendung programmiert in C/C++ und der WinAPI ?

    In einem Unterricht, der sich "Inormaitk-Unterricht" nennt,
    kann man durchaus erwarten das einem dort die Grundlagen einer Programmiersprache beigebracht werden.

    Welche Programmiersprache das sein soll, ob C++, Java oder Pascal überlasse ich dem Lehrer.

    Aber wenn die dort nur Word und Co beibringen, dann sollen die den Unterricht gefälligst "Computerlernkurs" nennen und nicht Informatik-Unterricht.

    Übrigens, um Progammiersprachen zu lernen muß man nicht auf die WinAPI
    und Co eingehen, es reicht das Basiswissen, und das ist genug Stoff für
    die paar Stunden.

    Linux lieber nicht. Das wird doch zu kompliziert. Alleine die Installation. Brrrrr.

    Linux ist einfacher zu installieren als Windows.

    Und wenn man die Lehrmittelfreiheit berücksichtig, dann muß
    man erst recht Linux verwenden, denn nicht jeder hat das Geld Windows zu kaufen.



  • Solange in Stellenauschreibungen steht: "Kenntnisse in Word und Excel erwünscht." und nicht "Sie müssen mit Textverarbeitungsprogrammen umgehen können" würde ich dem Lehrer was erzählen, wenn er meinem Kind nur den VI beibringt möchte, weil der ja so oldskool und nicht so uncool kommerzieller M$ Mist ist.

    Wir haben übrigens bei uns in Info ein halbes Jahr lang Open-Office versucht.
    Nach 1 Woche gabs die ersten Beschwerden(wirklich) und am Halbjahr wurde dann einstimmig für Office gewählt.
    (Sogar von mir und ich benutze auch Linux).

    Kurz und Bündig:
    Infounterricht an allgemeinbildenen Schulen sollte IMHO zum sicheren Bedienen von Standardaufgaben mit Standardsoftware befähigen.



  • Also ich hab ab der 9. auch Informatik gehabt und hab da Turbo Pascal und Struktogramme gelernt. Und es hat mir wirklich geholfen. C++ war da garnichtmehr so schwer...



  • @Saurer Vater:
    Siehe meine Signatur. Ich rege mich aber trotzdem nicht darüber auf. Ich erwarte
    von keinem Kind, dass es in der 5. Klasse lernt was grep, emacs oder sonst was ist.
    Viele Schulen und Universitäten setzen bereits Linux ein. Den Horizont hat sich
    der Lehrer in diesem Fall selbst erarbeitet. Er wird in diesem Fall im Studium
    noch mit Lochkarten gearbeitet haben. Aber was kann er dafür nur Windows zu kennen?

    @Informatiker:
    Genau die Meinung vertrete ich auch. Das ganze Informatik zu nennen ist wirklich
    Schwachsinn.



  • ich meine:
    kindern sachen erklären -> OK
    kindern sachen vereinfacht erklären -> OK
    kindern sachen falsch erklären -> nicht OK

    ausserdem:
    wenn jemand wirklich zum ersten mal am rechner sitzt, ist es ihm auch egal ob windows, linux, dos oder was auch immer. (naja, fast)

    und @SeppSchrot:
    was waren die gründe?



  • Gr1||(|-| schrieb:

    und @SeppSchrot:
    was waren die gründe?

    Du meinst, contra OpenOffice?
    Ich hab Angst, dass der Thread dann hier nach "OO gegen MS-O" abdriftet, wenn ich hier einzelne Punkte aufliste...
    Sagen wir einfach, dass dann die Office-Lizensen eh vorhanden waren (sozusagen im MS-Rundum-Sorglos-Paket *fun intended*) und es einigen (nicht Anwenderbedingten) Ärger mit OO gab, trotz Stable-Version.



  • SeppSchrot schrieb:

    einigen (nicht Anwenderbedingten) Ärger mit OO gab, trotz Stable-Version.

    aso, alles klar, ich weiss was du meinst. nudge-nudge-say-no-more.



  • Ich habe seit der 7 info und ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem unterricht, auch wenn ich den eindruck habe, dass der lehrer bei manchen gebieten nicht wirklich bescheid weiß!
    haben begonnen mit word, dann kam excel, haben dann datenbanken gemacht (mySql), haben dann erste versuche mit python gestartet und haben nun mit der technischen informatik begonnen (binäres system, funktionsterme, bearbeitung dieser, aufbau der schaltungen mit locad, rechner, flip flops, multiplexer, etc..)!
    es egeht also auch anders!



  • dabei ist noch anzumerken, dass der lehrer uns immer die wahl gelassen hat, welche programme wir benutzen sollen! z.b. oo oder die windows varianten!



  • SeppSchrot schrieb:

    Kurz und Bündig:
    Infounterricht an allgemeinbildenen Schulen sollte IMHO zum sicheren Bedienen von Standardaufgaben mit Standardsoftware befähigen.

    Standardsoftware ist OpenOffice bzw. Star Office.

    Denn das wird zunehmend von Behörden eingesetzt und nutzt im Gegensatz zu MS Office das europaweit verabschiedete Standarddateiformat (weiß den namen nicht mehr genau) für diese Art von Dokumenten.



  • ºgrimmsenº® schrieb:

    @Saurer Vater:
    Siehe meine Signatur. Ich rege mich aber trotzdem nicht darüber auf. Ich erwarte
    von keinem Kind, dass es in der 5. Klasse lernt was grep, emacs oder sonst was ist.

    Komisch, aber das die Schüler stattdessen Windows 2003 Server und MS SQL lernen sollen, das erwartest du?
    Wie paßt das zusammen?



  • Zeig mir einen Fünfklässler der etwas über MSSQLServer oder W2003Server lernt!



  • Mittelstufe:
    Excel, WinLogo, Arbeit mit SIOS-Interfaces (Fischertechnik für Fortgeschrittene).

    Oberstufe:
    Geschichten des Computers, HTML, Java (ADT, Vererbung, rek. Datenstrukturen,
    Netzwerkprogrammierung, Datenbankprogrammierung), Struktogramme.
    Das ganze über drei Jahre... Hat den Progra-Schein recht leicht gemacht 😉

    Ende der 13:
    (Ein Mitschüler M doziert ein wenig Wiederholungsbasics an der Tafel und
    schreibt "class FOO { public static void" an.)
    M: "So.. J. wie geht das jetzt weiter?"
    J: "Hmm... ... ..."
    M: "Hier kommt jetzt die Haupt-Einstiegs-Methode für diese Klasse hin..."
    J: "Hmm. .. .. . . . . . ... keine Ahnung".

    ARRRGL

    Aber warum meint "jede" Schule HTML bzw. Frontpage-Benutzung machen zu müssen?
    Ganz ehrlich: Wer Webseiten machen will lernt entweder _richtig_ HTML oder aber
    benutzt richtige Editoren (zb. Dreamweaver etc.)... Aber HTML hat imho in der
    Informatik nichts zu suchen.

    Frohe Weihnachten :xmas1:



  • Meine Erfahrung: Informatik in der Mittelstufe kann man in die Tonne treten. Jetzt in der Oberstufe ist es ganz annehmbar. Wir erlernen in der 11 die Grundlagen der prozeduralen programmierung mit Pascal, in 12 und 13 gehts dann weiter mit diversen Themen, zB Delphi, Objektorientierte programmierung, diverse Algorithmen und Datenstrukturen, Automatentheorie und ne Menge anderer Stuff.



  • Ich kann mich nicht beschweren:
    Bei mir am Gymnasium gabs erst ITG (InformationsTechnischerGrundkurs), also auch ganz korrekt bennant, wo dann EDV rankam. Ganz stilisiert mit Input Putput und Output, was ist Software / Hardware / Ein Betriebssystem, sogar noch recht detailliert und vielseitig. Ab zwölfter konnte man dann Informatik wählen: Java. War vielleicht nicht der Perfekte Unterricht, was OOP angeht, aber für Schüler, die mit Programmierung noch nie etwas am Hut hatten, recht anspruchsvoll.
    Ich studiere jetzt Medieninformatik und der Unterricht hat mir auf jeden fall geholfen / mich auf den Geschmack gebracht. Hab dann halt in meiner Freizeit viel geschrieben und so fällt mir Programmierunterricht im Moment nicht besonders schwer / muss nicht hingehen 😃
    In diesem Sinne frohe Ostern :xmas2:


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