Wirklich legal? Schneeball mit Gegenleistung?
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nman schrieb:
NewProggie: Ich mag keinen schlechten Pseudocode und originell ist sowas schon lange nicht mehr.
Und ich mag deine Milchmädchenansichten nicht. Sowas nenne ich immer Pseudoargumentation, denn man kann meines Erachtens eine moralisch verwerfliche Tatsache nicht dadurch revidieren, dass man mit dem Finger auf eine zweite (verwerferliche) Tatsache zeigt, um damit der ersten entgegenzuwirken.
Das ist ja wie im Kindergarten -> "Der hat mich aber auch gehauen..."
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NewProggie: Dass diese Schneeball-Geschichten besser sind, weils Lotto gibt, hat ja niemand behauptet.
Aber lies noch mal Stammtischlers Post, er hat nicht so Unrecht:
"Wer Lotto für moralisch vertretbar hält, dürfte prinzipiell gegen sowas auch keine Einwände haben."
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NewProggie schrieb:
while (sarkasmus = true) print "He, ihr habt Recht. Ich kann gar nicht verstehen, warum man ein Gesetz erschaffen hat, was Schneeballsysteme verbietet. do gezinkte_Karten.auspacken = 1 auf_Strasse_gehen.Geld_im_Spiel_abrippen = 1 Define Leute == dumm // Ist ja egal, was man mit denen anstelltNatürlich auch eine Interpretation meines Posts, jedoch nicht die von mir beabsichtigte!
Zu der Polizei: In meinen Augen geht die Polizei zwar bei zu vielen Sachen vor, jedoch ist sie durchaus notwendig.
z.B. Jemand greift dich an. Du kannst dich natürlich verteidigen und der stärkere/der mit den besseren Waffen/der mit der besseren Ausrüstung/whatever gewinnt. Du hast dich aber nicht selber dafür entschieden in diese Situation zu kommen. Anders ist es, wenn jemand dir sagt man könne ihm 10¬ geben wobei es möglich wäre dass er dir ne halbe Million zurück gibt und _du_ ihm die 10¬ gibst. Du hast dich darauf eingelassen, er hat dir nichts genommen was nicht vorauszusehen wäre.
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@Stammtischler
Da hast du natürlich schon Recht, aber wie ich bereits geschrieben hab, muss man manchmal die Leute vor sich selbst schützen. Ich schätze mal, dass die Beteiligung an solchen Geschichten durchaus auch auf den Bildungsgrad zurückzuführen ist -> will heissen, dass der Arbeiter, mit Hauptschulabschluss, aus einem sozialen Brennpunkt kommend, vielleicht auf sowas eher reinfällt, als der Akademiker.
Mein einziger Einwand ist also, dass mich beim Lotto spielen niemand zuquatscht und psychologisch beeinflussen will, wie es der verlinkte Text (erstes Posting hier) versucht. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, diesen komplett zu lesen und wenn man ganz unbefangen an den Text rangeht, zeigt sich schon eine gewisse psychologische Wirkung auf den Leser.
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NewProggie schrieb:
Mein einziger Einwand ist also, dass mich beim Lotto spielen niemand zuquatscht und psychologisch beeinflussen will, wie es der verlinkte Text (erstes Posting hier) versucht.
Ich weiß ja nicht, wie das in Deutschland ist, aber in Österreich wird man mit Lotto-Werbung förmlich bombardiert, die ist meist auch ziemlich clever gemacht.
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Hat dich noch nie jemand von der SKL angerufen? -.-
Man hat eine 95%ige Gewinnchance, bei einem Einsatz von nur 100¬ im Monat... Ein Bekannter arbeitet dort und sagt dass man darauf geschult wird die Leute für dumm zu verkaufen...
Wenn man sich nicht um das Problem kümmert löst es sich irgendwann von allein, hart aber wahr.
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wieso lotto erlaubt ist und schneeball nicht? hier meine meinung:
wenn die leute lotto spielen wollen das sollen sie es vor mir aus tuen, aber wenn die leute schneeball system spielen dürften, würde ich wahrscheinlich 10 briefe am tag mit so einen system haben, 100 spamemails, in jeden bahnhof düfte ich dann slalom laufen um die idioten,
mich nerven schon die leute die mit eine zeitung/mixer oder sonst was "schneken" wollenalso was kämme dabei raus:
leute die nix mit schneeball system zu tun haben wollen werden verlieren zeit/geld,
idioten die auf das schneeball system reingefallen sind verlieren zeit/geldund das nur damit einige etwas geld absahnen können, man stelle sich nur vor wie schlecht der wirkungsgrad ist,
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Gerard: Klassische Situation: Lotto ist legal, also kann man es gut regulieren, Schneeball-Zeugs nicht, also traut sich niemand, Werbung im großen Stil zu machen. (Oder so ähnlich.)
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Richtig, man muss immer differenzieren.
Moderne Marketingstrategien im Bereich Werbung sind z.T. so penetrant, dass ich schon von einer psychologischen Belastung sprechen würde.
Dann gibt es Werbung (kennt ihr sicher auch), die ist so aufdringlich, dass man sich wie im falschen Film fühlt, wenn man z.b. auf bestimmte Website geht, prankt z.B. ein fetter T-Online Slogan auf dem Bildschirm und zwar so, dass man als User keine Chance mehr hat die Navigation anzuklicken. Da bleibt nur die Flucht zurück. (Ob das wirklich konstruktiv ist, ich weiß ja nicht).Ich denke aber, jene Werbung, die bewusst versucht zu beeinflussen und eventuelle Schäden eigentlich absehbar sind, gehört verboten.
Jetzt könnt ihr natürlich argumentieren, dass doch jede Werbung versucht Kunden zu beeinflussen. Richtig, die Grenze verschwimmt hier und ist manchmal gar nicht mehr sichtbar. Ich denke, genau das ist auch der Grund, warum man dafür keine eindeutige Regelung finden kann und man sich mit irrsinniger und manchmal gefährlicher Werbung meistens noch auf legalem Boden bewegt..
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nman schrieb:
Den Hauptgewinn macht bei Lotto doch die Lotterie und dort ziemlich sicher auch nicht viel mehr als 10 Leute oder so.
Naja, Lotto ist ja ein Glücksspiel und nicht sehr fair, schon allein, weil nur die Hälfte der Einnahmen wieder als Gewinn ausgeschüttet werden. -- Ich bin mir ziemlich sicher, daß jedem Lottospieler klar ist, daß die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn recht niedrig ist, aber dadruch, daß einzelne Personen extrem reich werden können, macht wohl irgendwie den Reiz bei dem System aus, weswegen auch mir bekannte Mathematiker da mitspielen.
Aber lies noch mal Stammtischlers Post, er hat nicht so Unrecht:
"Wer Lotto für moralisch vertretbar hält, dürfte prinzipiell gegen sowas auch keine Einwände haben."Was ist jetzt eigentlich das Problem beim Lotto? Daß man durchschnittlich mehr ausgibt als einnimmt? Das trifft für fast jede Versicherung zu, die ein Durchschnittslebender abschließt. Wo ist da die Grenze? Aktienhandel? Versicherungen? Faires Glücksspiel? Unfaires Glücksspiel? Pyramidenspiele? Was kann man verantworten, was nicht?
BTW: Zynisch betrachtet ist eine Versicherung ja ein Schneeballsystem. Um "oben" zu sein, muß man sich eben ein Krebsleiden zulegen, dann macht man am Ende plus. Okay, vielleicht kein so angemessener Vergleich ...
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nman schrieb:
Gerard: Klassische Situation: Lotto ist legal, also kann man es gut regulieren, Schneeball-Zeugs nicht, also traut sich niemand, Werbung im großen Stil zu machen. (Oder so ähnlich.)
lutig wäre es ja wenn der staat auf der sucher nach neuen einnahme quellen das schneeball system für sich entdecken würde

drogen haben sie ja schon für sich entdeckt
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Daniel E. schrieb:
Was ist jetzt eigentlich das Problem beim Lotto?
Ich habe überhaupt kein Problem mit Lotto, soll jeder tun wie er möchte.
Nur bei leicht als unseriös erkennbaren Schneeballspielen und Lotto (wo auch die meisten Leute eine ungefähre Ahnung davon haben, dass sie wahrscheinlich nichts gewinnen werden) mit zweierlei Maß zu messen halte ich für unangebracht.Okay, vielleicht kein so angemessener Vergleich ...
Trotzdem zugegebenermaßen ein ganz interessanter.

(Aber eben doch ein bisschen zu zynisch als dass er angemessen sein könnte.)Gerard: Naja, ganz offen kann man das nicht machen, aber verdeckt wird das sicher kommen bzw. uU bereits in irgendeiner Abart der Fall sein.