Studiengebühren, jetzt gehts erst richtig los



  • Stipendien oder zinslose / niedrigverzinste Darlehen denke ich.

    Grundsätzlich halte ich es schon für gerechtfertigt Studiengebühren zu verlangen. Aber dann sollen die Länder bitte im gleichen Atemzug die Finanzierungsmöglichkeiten darlegen.

    Ich denke (rechnen wir mal mit 500 EUR pro Semester und 10 Semestern an der Uni) ein Darlehen i.H. von 5000 EUR kann sich doch wohl (fast) jeder leisten.
    Besonders wenn er es erst ab einer gewissen Einkommensgrenze zurückzahlen muss.
    (die Lösung mit einem Darlehen und der Einkommensgrenze war gestern ja auch in den Nachrichten)

    Bei 2500 EUR pro Semester sieht es natürlich etwas schlechter aus.


  • Mod

    virtuell Realisticer schrieb:

    Was machen die Leute, die nicht die Ueberstudenten sind, sprich die, welche
    sich laenger hinsetzen und lernen muessen?

    Nicht jedem Studenten fliegen alle Themen zu, dass er sie nur noch auffangen und sofort begreifen kann.

    Viele dieser Unis sind stärker verschult als bei uns, d.h. es gibt festere Zuordnungen und Anwesenheiten, man wird mehr gezogen. Unis bei uns sind doch sehr frei. Auch gibt's das dort nicht, daß Dozenten am gleichen Tag zur gleichen Zeit für das gleiche Semester eine Prüfung abhalten.

    Außerdem sind die Strukturen außerhalb der Vorlesung stärker organisiert, d.h. ältere Semester und jüngere haben mehr Kontakt, das liegt auch an der "Campus-Organisation".


  • Mod

    Muss der Großteil der Studenten selbst für sein Studium aufkommen? Eltern?

    MfG SideWinder



  • MikeSPK schrieb:

    Grundsätzlich halte ich es schon für gerechtfertigt Studiengebühren zu verlangen.

    Ne, ich nicht! Es ist doch immer so: Man überlegt sich nicht, warum die Kassen leer sind, sondern wie man sie wieder füllt. Armes Deutschland!



  • Also in bayern sollen die unis 100% der studiengebühr bekommen ( erst 100 € pro semester, dann sobalt es darlehens gibt für studenten 500€ pro sem. (quelle Süddeutsche zeitung von heute)). allerdings ist es eine schweinerrei, dass es seit 3 semestern in münchen eine "verwalltungsgebühr" gibt, die direkt zum schuldenabbau von bayern genuzt wird ( 55 € meine ich)...



  • xroads42 schrieb:

    ( 55 € meine ich)...

    Semesterbeitrag = 85 Euro = 50 Euro "Verwaltungsgebühr" + 35 Euro



  • In Hessen sind schon mit der "Verwaltungsgebühr" über 170 EUR (ist allerdings ein cooles Semesterticket inklusive).



  • sarfuan schrieb:

    xroads42 schrieb:

    ( 55 € meine ich)...

    Semesterbeitrag = 85 Euro = 50 Euro "Verwaltungsgebühr" + 35 Euro

    Gibt es bei uns auch. Ist aber etwas höher (160€ oder so), dafür ist aber noch ein Busticket dabei (auch wenn man kein Bus fahren will). Das Ticket kann man sich zwar rückerstatten lassen, aber das weiß kaum einer.



  • Das mit den Studiengebühren check ich auch nicht ganz

    ist doch eh betrug. schaut euch mal bayern an. die wollen ja das die studenten 100% übernehmen. ok
    aber wie kommen die auf 500?????

    Es macht einen gewaltigen unterschied WAS ich studiere! Ob ich info, oder medizin studiere. medizin ist viel teurer. hmmm komisch

    Ausserdem vergleicht das nicht mit USA oder so. hier werden immer noch die Profs vom Staat bezahlt. In den USA muessen die Profs auch was leisten. z.b. 2 buchveröffetnlichungen pro jahr, dies und das ( in den elite private unis ) und hier?



  • Walli schrieb:

    sarfuan schrieb:

    xroads42 schrieb:

    ( 55 € meine ich)...

    Semesterbeitrag = 85 Euro = 50 Euro "Verwaltungsgebühr" + 35 Euro

    Gibt es bei uns auch. Ist aber etwas höher (160€ oder so), dafür ist aber noch ein Busticket dabei (auch wenn man kein Bus fahren will). Das Ticket kann man sich zwar rückerstatten lassen, aber das weiß kaum einer.

    bei uns muss man noch ( da die uni in garching liegt) min. 40€ pro monat für die öffentliche verkehrsmittel dazurechnen. macht 160€ wenn man 2 monate lang im semester kein bus/ubhan fährt... zusätzlich...



  • SideWinder schrieb:

    Muss der Großteil der Studenten selbst für sein Studium aufkommen? Eltern?

    MfG SideWinder

    Ich kann nur von mir sprechen: Ich muss versuchen, dass ich selbst das Geld
    zusammenbekomme. Meine Eltern haben erst gebaut, da koennen die nicht sehr
    viel helfen. BaFoeg bekomm ich nicht, dafuer verdient mein Vater zu viel. Aber
    immerhin koennte ich evtl. bei meiner Oma wohnen, so faellt dann das Geld
    fuer eine Wohnung weg.

    Mal sehn was draus wird ;). Am 02.02. geh ich zum Tag der offenen Hoersaele. Da
    werd ich mich mal informieren.

    mfg
    v R



  • Also nach diesem Firlefans bin ich zu 100%, auch was, zu 1300% sicher, dass cih nach dem Wehrdienst Deutschland verlasse.



  • btw: http://www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/mstadt/art1606,242102.html
    Stand so auch in meiner Tageszeitung (Memminger Zeitung).
    Ist einfach die erste Quelle die ich dazu gefunden hab.



  • Interessant.
    Auf n24 kam heute ein Bericht über so einen von der Uni Hannover. Da hieß es, evtl. kommen 10% der Studiengebühren der Uni zu. Eventuell wohlgemerkt!



  • Hui. Krass. Vor allem, da ich noch garnicht wusste, dass Hannover neuerdings in Bayern liegt.



  • "Goppel versicherte, die Einnahmen würden komplett den Universitäten zu Gute kommen, damit die Lehrkonditionen und die Ausstattung verbessert werden könnten. "Dafür verbürg' ich mich."
    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,338746,00.html

    Hät ich in die CSU auch nur ansatzweise irgendetwas wie Vertrauen, wäre ich jetzt beruhigt *g*



  • Erst mal abwarten was sich da noch alles ergibt. Es gibt viele Studenten und die wissen sich zu wehren. Mich trifft diese Kacke wahrscheinlich nicht mehr, aber demonstrieren werde ich bestimmt (Merkzettel: Eier kaufen) wenn die CDU-Deppen in BaWü mit der Kacke anfangen...

    Was mich dabei am meisten stört, ist dass ein großer Teil der Bevölkerung (Bild-Leser und solches Gesindel) diese bekackte Idee wahrscheinlich auch noch gut finden und die Herren "Ich hab ja schon studiert"-Politiker dafür belohnt werden...



  • dEUs schrieb:

    Hui. Krass. Vor allem, da ich noch garnicht wusste, dass Hannover neuerdings in Bayern liegt.

    Tja, hättest in Geographie mal besser aufgepasst! 😉
    Im Ernst, ich denke mal, dass die Verteilung schon landesweit länderweit geregelt wird und kann mir nun nicht vorstellen, dass in Bayern alles den Hochschulen zukäme und in anderen Bundesländern nicht...



  • Die haben das sehr heldenhaft gelöst, nächste Woche kann ich garantiert nicht zu den Demos weil ich dann mitten in den Klausuren bin und genau dann sind die.

    Und danach fahren alle nach Hause, was oft mal locker 3-4 Zugstunden sind da überlegt man es sich auch ob man jetzt nochmal zurückfährt um rumzudemonstrieren.
    Und danach intressiert das eh keinen mehr ob da irgendwer noch rumdemonstriert ^^

    Naja Bremen will das "noch" so machen das nur die zahlen die in einem andren Bundesland wohnen... was genau bei mir der Fall ist, aber naja das kann man ja ändern.
    Nur wenn Niedersachsen welche einführt wie geplant, denke ich nicht das Bremen dabei bleiben wird.

    Allgemein... naja abgesehen vom Gehalt der Profs, dem subventionierten Essen und der Nutzung der Hörsääle kann ich mich nicht erinnern jemals irgendwie Geld auf Kosten der FH verbraten zu haben noch das es nötig wäre(ok, mal eine Vorlesung ohne Netzwerkabsturz wäre schön... aber lassen wir das :D) aber das mag sich ja noch ändert auch wenn ichs irgendwo bezweifle.

    Ein Prof erzählte auch mal das er ein Studium in den USA gemacht hat wo auch beachtliche Semestergebühren fällig sind und das es da völlig normal war für Studenten halt nebenbei als Nachtwächter, Taxifahrer oder sonstwas zu arbeiten um das Geld reinzubekommen, aber das es halt auch funktioniert.
    Nur kostet halt Zeit, was sich auf die Länge des Studiums auswirkt normalerweise... 500 Euro wären ja noch im Bereich des möglichen, aber bei mehr werden schon viele aufhören obwohl sie sonst locker durchgekommen wären, Miete und Essen muss man ja auch irgendwie zahlen.


  • Mod

    dreaddy schrieb:

    Allgemein... naja abgesehen vom Gehalt der Profs, ... erinnern jemals irgendwie Geld auf Kosten der FH verbraten zu haben

    Äh, verstehe ich das richtig, daß Du die Höhe des Prof-Gehalts kritisierst?

    Weißt Du, wie wenig die verdienen? Deswegen haben die auch alle noch ein Ingenieur- oder Beratungsbüro am Laufen und arbeiten nur 50% der Zeit an der Uni.

    Gerade an den FHs, die Gehälter reichen nicht mal an typische Entwicklergehälter in der Industrie ran.


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