Klimaerwärmung wichtiger als Finanzkrise!





  • Badestrand schrieb:

    Und, falls das falsch rübergekommen ist, ich finde es unabhängig von der "Klima-Frage" richtig, mit Ressourcen (also Strom/Brennstoffe/Materialien/Wäldern/...) sparsam umzugehen.

    Resourcen existieren um verbraucht zu werden. Werden sie nicht von dieser Generation verbraucht, werden sie von der naechsten verbraucht. Man muss Resurcen nicht sparen, weil irgendwann werden sie eh verbraucht, man muss sie investieren. Deswegen ist es wichtig die Resourcen die wir jetzt haben in die Forschung zu investieren, damit wir spaeter diese verbrauchten Resourcen nicht mehr vermissen.

    Bei diesem "investieren" haben wir aber total versagt. Seit ca. 150 Jahre sind wir schon vom Oel abhaenig und bis heute hat sich so gut wie nichts getan um diese Abhaenigkeit zu mindern/zu beenden. Dabei schickt uns z.B. die Sonne genug Energie um den ganzen Planeten auf angenehme 12 Grad zu heizen. Wenn z.B. die gesammte Oel-Industrie 10% der Einnahmen in Forschung gesteckt haette - Aber wer forscht sich schon seinen Goldesel weg?

    Ein Beispiel ist das ITER Projekt. 1990 war der ersten Entwurf eines Versuchsreaktors. Baubeginn soll irgendwann 2009 sein. Gut 30 Jahre sind ins Land gegangen, das ist doch einfach nur laecherlich. Die Staaten diskutieren ueber laecherliche 5 Millaeren Euro an Kosten. Die USA alleine hat gut $515.4 Millaerden an geplante Ausgaben fuers Miliaer fuer das Jahr 2009. Deutschland hat gut $45 Millaerden an Millitaer-Ausgaben.

    Hier mal eine Uebersicht ueber den Gewinn der Mineraloelidustrie 2006, in Milliarden USD:
    Exxon Mobil 39,5
    Royal Dutch Shell 25,4
    BP 22,3
    Chevron 17,1
    Total 16,2
    ConocoPhillips 15,5
    Eni 11,9

    > 5 Millaeren Euro an Baukosten, einfach nur laecherlich.

    Ebenso ist Recycling wichtig, weil es nunmal auch Elemente gibt die man stetig "verbraucht", in dem Sinne das man sie in andere Sachen bindet und sie somit nicht mehr zur Verfuegung stehen. Z.B. Gold/Aluminium in elektronischen Geraeten. Auch hier haben wir versagt, weil es immernoch mehr kostet zu recyclen als es als Gewinn erwitschaftet.



  • DEvent schrieb:

    Hier mal eine Uebersicht ueber den Gewinn der Mineraloelidustrie 2006, in Milliarden USD:
    Exxon Mobil 39,5
    Royal Dutch Shell 25,4
    BP 22,3
    Chevron 17,1
    Total 16,2
    ConocoPhillips 15,5
    Eni 11,9

    > 5 Millaeren Euro an Baukosten, einfach nur laecherlich.

    Achje, das sind weniger als 10% von deren Umsatz (es gibt Industrien mit höheren Gewinnen!), wie kommst Du auf die eigentümliche Idee, die Baukosten seien ein vernünftiger Vergleichsfaktor? Die bezahlen auch Forscher, Arbeiter und tragen die Kosten dafür, mal irgendwo gesucht zu haben, wo kein Öl war und Lobbying in politisch instabilen Gebieten ...

    Ebenso ist Recycling wichtig, weil es nunmal auch Elemente gibt die man stetig "verbraucht", in dem Sinne das man sie in andere Sachen bindet und sie somit nicht mehr zur Verfuegung stehen. Z.B. Gold/Aluminium in elektronischen Geraeten. Auch hier haben wir versagt, weil es immernoch mehr kostet zu recyclen als es als Gewinn erwitschaftet.

    Das ist richtig, aber wieso ist das ein Versagen?

    Wenn es mehr von unserer wichtigsten Ressource -- unserer Zeit -- kostet, Aluminium aus Elektrogeräten rauszufummeln, als Bauxite aus der Erde zu ziehen, wieso ist das schlecht? Mir sagt es, daß abbauen vielleicht keine so schlechte Idee ist.

    A propos Aluminium-Recycling: Es lohnt sich ja kaum, Dosen zu recyclen, wenn man nicht billig an ziemlich große Mengen rankommt (darum auch das Dosenpfand). Bei Glas das gleiche und wenn es verunreinigt ist, dann zahlt die Stadt im Schnitt drauf.

    "Recycling", bzw. das, was wir aktuell darunter verstehen(*), verbraucht im Schnitt *mehr* knappe Ressourcen als das Ding einfach neu zu machen (das ist, was Du sagst, "es kostet mehr"), es ist eine *Ressourcenvergeudung*. Recycling ist zu einer Religion geworden, die besagt, daß sich Recycling "unabhängig von den Kosten lohnt", weil es schlecht ist der Erdmutter Gaia ihr Alu zu rauben.

    (*): Unter Recycling versteht niemand, sein Auto mehrmals zu verwenden, bevor man es wegwirft.

    Oder um's mit John Tierney zu sagen: Recycling is Gargabe: http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=990CE1DF1339F933A05755C0A960958260



  • Prof84 schrieb:

    .filmor schrieb:

    Prof84 schrieb:

    2035 reichen die Ressourcen für Energie, Nahrung und Raum nicht mehr für alle Menschen!
    http://www.welt.de/wissenschaft/article2648789/Der-Mensch-lebt-weit-ueber-seine-Verhaeltnisse.html

    Wird vermutlich aber nicht viel am Status Quo ändern. Schließlich bekommen auch heute schon nicht alle Menschen genug ab.

    Erinnert mich an meinen alten Lateinlehrer:

    "Das mehrere Millionen Menschen verhungern ist doch ganz positiv. Nur so können wir der Überbevölkerung entgegen wirken. Man soll der Evolution nicht ins Handwerk pfuschen!"

    Tut es? Das war ganz und gar nicht so gemeint. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass dieses Datum keine wirkliche Veränderung darstellen wird.

    DEvent schrieb:

    Resourcen existieren um verbraucht zu werden. Werden sie nicht von dieser Generation verbraucht, werden sie von der naechsten verbraucht.

    Womit schonmal eine Generation mehr was davon hätte. Wenn man die Ressourcen nicht tatsächlich benötigt, kann man sie ruhig noch in der Erde lassen.

    DEvent schrieb:

    Ein Beispiel ist das ITER Projekt. 1990 war der ersten Entwurf eines Versuchsreaktors. Baubeginn soll irgendwann 2009 sein. Gut 30 Jahre sind ins Land gegangen, das ist doch einfach nur laecherlich.

    ITER ist kompliziert genug, dass man durchaus sagen kann, dass es nicht die ganze Zeit nur um die Finanzierung ging 😉

    @Daniel E.: Dir ist aber schon klar, wie es um die natürlichen Ressourcen in Deutschland bestellt ist? Wäre schon ganz praktisch, wenn wir das Zeug nicht ständig in riesigen Mengen aus dem Ausland ziehen müssten (s. Öl), es sei denn wir basteln was neues raus und schicken's wieder zurück.
    Und warum ist Zeit unsere wichtigste Ressource? Der Punkt erschließt sich mir überhaupt nicht …



  • Daniel E., es geht bei Recycling nicht darum, Kosten zu sparen. Stell Dir vor, wir würden aus wirtschaftlichen Gründen nichts recyclen. Dann hätte jede Stadt eine Mülldeponie, die mindestens so groß ist, wie sie selbst.





  • .filmor schrieb:

    @Daniel E.: Dir ist aber schon klar, wie es um die natürlichen Ressourcen in Deutschland bestellt ist? Wäre schon ganz praktisch, wenn wir das Zeug nicht ständig in riesigen Mengen aus dem Ausland ziehen müssten (s. Öl)

    Warum? Wenn es billiger ist, also weniger Ressourcen braucht?

    Wären wir besser dran, wenn wir beispielsweise alle Metalle aus Elektroschrott rauskratzen würden und nichts mehr importieren würden? Wenn wir mit dem Finger schnippen könnten und das Metall wäre wieder in gut verarbeitbarer Form verfügbar, dann ist die Sache ein no-brainer, klar. Aber das ist ja nicht so, da muß ja auch Arbeit reingesteckt werden, also Leute Arbeit verrichten; das bedeutet, daß diese Leute in der Zeit keine andere Arbeit machen können.

    Machen wir ein Gedankenexperiment: nehmen wir an, wir könnten Deutschland von allen natürlichen Rohstoffen unabhängig machen, Öl, Wasser, Gas, Metall ... aber dafür müssten 3/4 der Deutschen in der "Recycling-Branche" arbeiten. Wären wir, die Deutschen, wirtschaftlich besser dran? Kaum, es bricht dabei einfach so viel vernünftige Wirtschaftsleistung weg und wir ersetzen sie durch Dinge, die wir für ein paar EUR auf dem Weltmarkt einkaufen können.

    Vielleicht gibt es trotzdem Gründe, das zu tun. Politische vielleicht, oder eben religiöse, weil man sagt, daß es inhärent verwerflich ist, Rohstoffe aus der Erde zu holen. Darüber kann man lange streiten, aber ich teile das Wertegebilde, auf dem solche Schlüsse basieren, nicht.

    Und warum ist Zeit unsere wichtigste Ressource? Der Punkt erschließt sich mir überhaupt nicht …

    Es ist eine ziemlich endliche Ressource (wie lange lebst Du noch hier?), es gibt kein Substitut und ich kann nur eine Sache gleichzeitig (gut) machen. Ich kann mir nicht so viel wichtigeres vorstellen, als meine Zeit und es ist besonders ärgerlich, wenn man einen Tag für etwas arbeitet, das man auch für 1€ im Baumarkt hätte kaufen können, wenigstens, wenn es nur darum ging, das Ding zu bauen (wenn's Spaß gemacht hat oder dabei das Lernen im Vordergrund stand, dann siehts anders aus).

    Was ist für dich denn wichtiger, als sinnvoll mit deiner Zeit umzugehen? Hast Du nicht auch ein Problem damit, wenn dir jemand (in dem Fall die Stadt) sagt, deine Zeit sei absolut nichts wert?

    Leprechaun: Das wäre vielleicht der Fall, wenn wir unsere Autos nach Erstgebrauch entsorgen und unsere Klamotten nur einmal tragen würden. Aber ist aber mit Recycling nicht gemeint -- wir recyclen die meisten Produkte schon ziemlich richtig, aber bei ein paar wenigen Sachen, wie Zeitungen, Glas und Dosen, da schalten wir unser Hirn ab und hören den Ökopriestern zu. Die Auswirkungen auf Mülldeponien dürften überschaubar sein.

    borg: lol, kannte ich noch gar nicht. Pen&Teller rocken!



  • borg schrieb:

    recycling is bullshit

    Bekannt, bekannt!
    Alu ist wertvoll, weil die Elektolyse von geschmolzenen Bauxit sehr viel Strom verbraucht.
    Glas behält als Rohstoff seine Reinheit. Deshalb ist die Wiederverwertung nützlich.

    Der Rest ist wie dargestellt Bullshit. Gerade in Großstädte geht das Meiste in die Müllverbrennungsanlagen.

    Ebenfalls ein großer Bullshit, ist die 4 Mrd. Stütze der Automobilindustrie für die Entwicklung neuer schadstoffearme Autos. Wenn wir dafür in USA, China, Indien oder Taiwan gratis die schlimmsten Fabriken mit moderner Umwelttechnik ausrüsten würden, hätten wir eine hundertfach reduzierte Schadstoffemission in der Welt. Aber was hätten wir in Deutschland davon? Arbeitsplätze in der Automobiltechnologie sind wichtiger als in der Umwelttechnologie. 🙄



  • Was anderes: Vor eins, zwei Jahren war doch noch Weltuntergang durch Wahlcomputer angesagt. Weiß jemand was aus dieser Theorie geworden ist? 😃



  • Daniel E. schrieb:

    .filmor schrieb:

    @Daniel E.: Dir ist aber schon klar, wie es um die natürlichen Ressourcen in Deutschland bestellt ist? Wäre schon ganz praktisch, wenn wir das Zeug nicht ständig in riesigen Mengen aus dem Ausland ziehen müssten (s. Öl)

    Warum? Wenn es billiger ist, also weniger Ressourcen braucht?

    Aber es macht uns abhängig, z.B. von der OPEC und trägt zu weiterer Umweltverschmutzung bei, denn die Konzerne scheren sich in den meisten Förderländern einen Dreck um europäische Umweltschutzbestimmungen.

    Daniel E. schrieb:

    Wären wir besser dran, wenn wir beispielsweise alle Metalle aus Elektroschrott rauskratzen würden und nichts mehr importieren würden? Wenn wir mit dem Finger schnippen könnten und das Metall wäre wieder in gut verarbeitbarer Form verfügbar, dann ist die Sache ein no-brainer, klar. Aber das ist ja nicht so, da muß ja auch Arbeit reingesteckt werden, also Leute Arbeit verrichten; das bedeutet, daß diese Leute in der Zeit keine andere Arbeit machen können.

    Ja, stimmt. Aber da kann man sicherlich noch optimieren. Ich bin mir schon im Klaren darüber, dass nicht alles derzeit sinnvoll wiederverwertbar ist, aber das muss ja nicht so bleiben.
    Aber mir fällt gerade auf, dass du dagegen gar nichts gesagt hast, also können wir's wohl dabei belassen 😉

    Daniel E. schrieb:

    Und warum ist Zeit unsere wichtigste Ressource? Der Punkt erschließt sich mir überhaupt nicht …

    Es ist eine ziemlich endliche Ressource (wie lange lebst Du noch hier?)

    Naja, aber nur für mich. Die Gesamtheit hat ziemlich viel davon.

    peterfarge schrieb:

    Was anderes: Vor eins, zwei Jahren war doch noch Weltuntergang durch Wahlcomputer angesagt. Weiß jemand was aus dieser Theorie geworden ist? 😃

    Wahlcomputer sind übel, aber das hat doch hiermit nichts zu tun (andere Größenordnung). Such dir einen Thread dazu und frag da nach 😉



  • .filmor schrieb:

    Aber es macht uns abhängig, z.B. von der OPEC

    Uns macht es gar nicht abhaengig, hoechstens die Leute, die Oel dort einkaufen.



  • .filmor schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    .filmor schrieb:

    @Daniel E.: Dir ist aber schon klar, wie es um die natürlichen Ressourcen in Deutschland bestellt ist? Wäre schon ganz praktisch, wenn wir das Zeug nicht ständig in riesigen Mengen aus dem Ausland ziehen müssten (s. Öl)

    Warum? Wenn es billiger ist, also weniger Ressourcen braucht?

    Aber es macht uns abhängig, z.B. von der OPEC und trägt zu weiterer Umweltverschmutzung bei, denn die Konzerne scheren sich in den meisten Förderländern einen Dreck um europäische Umweltschutzbestimmungen.

    Mag sein.

    Das "wir sind so abhängig"-Argument klärt aber nicht die Frage, wie man mit dem Produkt verfahren soll, kaufen oder selber machen? Das sieht man daran, daß Deutschland auch sehr bananenabhängig ist, trotzdem käme niemand auf die Idee, hier Bananen herzustellen. Bei Öl ist die Sache ökonomisch gesehen genau so, aber es gibt eben noch mehr, als ökonomische Gründe; politische zum Beispiel, darum lohnt es sich, Energieressourcen zu diversivizieren oder strategische Vorräte bereit zu halten, oder einen leicht erhöhten Preis in Kauf zu nehmen und dafür mehr zu recyclen. Wenn man so argumentieren will, dann muß man zeigen, daß andere politische Mächte (wie eben OPEC oder Russland) ausreichend einflußeich sind und ein ausreichend großes Interesse daran bestehen könnte, uns von den Ressourcen abzuschneiden. Die Diskussion darüber könnte wieder etwas länglich werden, aber auf einem halbwegs freien Markt, wo wir Papier und Glas kaufen, müssen wir die Fragen aber nicht diskutieren.

    Das Umweltschutz-Argument ist ein wertgebundenes Argument: bin ich bereit, einen höheren Preis zu zahlen, wenn dann bestimmte ideelle Werte, die mir wichtig sind, besser im Produkt repräsentiert sind? Und einige Leute sind ja dazu bereit, sie kaufen sogar Fair-Trade-Kaffee. Und sich über Werte zu unterhalten, ist etwas ermüdend. Man kann aber immerhin gucken, ob das, was versprochen wird, überhaupt eingehalten wird: wird unsere Umwelt hier wirklich deutlich weniger belastet, dank den Richtlinien? Wie schlimm sind die Umweltverschmutzungen für die lokale Bevölkerung? Wenn sie sagen, alles sei super, dann kann ich mich hier wohl schlecht drüber aufregen (ihre Produkte muß ich natürlich trotzdem nicht kaufen). Ich würde also mal gucken, ob die ideellen Versprechen der "anders kaufen"-Fraktion überhaupt stimmen: bei Fair-Trade-Kaffee tun sie das zum Beispiel kaum.

    Und beim Recycling eben auch: wir verbrauchen damit im Schnitt MEHR Ressourcen, tragen also zusetzlich zur Umweltverschmutzung bei.

    Daniel E. schrieb:

    Und warum ist Zeit unsere wichtigste Ressource? Der Punkt erschließt sich mir überhaupt nicht …

    Es ist eine ziemlich endliche Ressource (wie lange lebst Du noch hier?)

    Naja, aber nur für mich. Die Gesamtheit hat ziemlich viel davon.

    Nö, es ist auch meine. Oder die, meiner Bekannten. Für jeden Menschen. Die Gesamtheit hat nicht so viel davon: wenn Du jemanden suchst, der für dich in irgendwas Zeit investiert (idR: für dich etwas arbeitet) dann mußt Du dafür Geld auf den Tisch legen und Geld bekommst Du dadurch, daß Du deine Zeit an andere Leute verkaufst.

    Die Knappheit einer nachgefragten Ressource kann man daran messen, wie viel Geld man dafür bezahlen muß. Und die Zeit mancher Leute mit speziellen Fähigkeiten, würden gerne viele Leute beanspruchen: die bekommen ein hohes Gehalt.



  • Daniel E. schrieb:

    Das Umweltschutz-Argument ist ein wertgebundenes Argument: bin ich bereit, einen höheren Preis zu zahlen, wenn dann bestimmte ideelle Werte, die mir wichtig sind, besser im Produkt repräsentiert sind?

    Umweltschutz ist nicht nur eine Ideologie sondern bedeutet vor allem Nachhaltigkeit. Z.B. könnte man genau so viel Papier recyceln, dass der Papierbedarf gestillt wird ohne den Baumbestand zu reduzieren. Es ist durchaus teurer als das Recyceln sein zu lassen und Bäume abzuholzen bis keine mehr da sind, dafür erreicht man keine Papier-/Baum-Knappheit, welche sehr teuer werden kann. Insofern passt da wahrscheinlich schon der Begriff Investition.



  • Badestrand schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Das Umweltschutz-Argument ist ein wertgebundenes Argument: bin ich bereit, einen höheren Preis zu zahlen, wenn dann bestimmte ideelle Werte, die mir wichtig sind, besser im Produkt repräsentiert sind?

    Umweltschutz ist nicht nur eine Ideologie sondern bedeutet vor allem Nachhaltigkeit. Z.B. könnte man genau so viel Papier recyceln, dass der Papierbedarf gestillt wird ohne den Baumbestand zu reduzieren. Es ist durchaus teurer als das Recyceln sein zu lassen und Bäume abzuholzen bis keine mehr da sind, dafür erreicht man keine Papier-/Baum-Knappheit, welche sehr teuer werden kann. Insofern passt da wahrscheinlich schon der Begriff Investition.

    Das stimmt doch einfach nicht, siehe den Link von borg. Fast das gesamte Papier, das wir herstellen, kommt aus Bäumen, die wir deshalb mal irgendwohin gepflanzt haben. Die gäbe es gar nicht, wenn wir kein Papier verbrauchen würden. Wenn wir weniger Papier nachfragen, dann unterhalten die Förster auch kleinere Waldbestände. Weniger Papierverbrauch bedeutet *weniger* Bäume.

    Daß es trotzdem irgendwo im brasilianischen Urwald der Staat nicht auf sein Eigentum aufpassen kann, ist eine ganz andere Geschichte, hat aber mit unserem Papier nicht so viel zu tun.



  • Daniel E. schrieb:

    Das stimmt doch einfach nicht, siehe den Link von borg. Fast das gesamte Papier, das wir herstellen, kommt aus Bäumen, die wir deshalb mal irgendwohin gepflanzt haben. Die gäbe es gar nicht, wenn wir kein Papier verbrauchen würden. Wenn wir weniger Papier nachfragen, dann unterhalten die Förster auch kleinere Waldbestände. Weniger Papierverbrauch bedeutet *weniger* Bäume.

    genau dieses argument bringt ich bei den tierschuetzern usw staendig - wenn man keine schweine essen wuerde, wuerde man weniger schweinezucht betreiben #gg

    aber - lasst euch nicht stoeren - war nur n kleiner einwurf #gg



  • Daniel E. schrieb:

    Fast das gesamte Papier, das wir herstellen, kommt aus Bäumen, die wir deshalb mal irgendwohin gepflanzt haben.

    Das bezweifle ich, kann aber sonst nichts weiter dazu sagen. Ich werd mir heut abend mal borgs Link anschauen.

    Übrigens funktioniert das Argument auch nicht überall, spätestens bei Fischen sieht's wieder anders aus (Fischen aus Hochleistungs-Fischfarmen trauert auch keiner nach).



  • Ich bin kein Spezialist auf diesem Gebiet, weiß aber, dass man für die Beurteilung eines Produktes eine komplette Ökobilanz nach vergleichbaren Regeln erstellen muss. Nur so kann man mehrere Alternativen bewerten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ökobilanz

    Erstaunlich ist, dass die moderne Variante oft die nachhaltigere ist.



  • Marc++us schrieb:

    Genaugenommen ist die Finanzkrise wichtiger als die Klimaerwärmung.

    Aus diversen Gründen:

    - no money, no honey

    - wenn die Pleite in der Finanzwirtschaft auf die Realwirtschaft durchschlägt, gibt's weniger Autos, weniger Ölverbrauch, etc, die Resourcenanforderung sinkt, kann man auch schön am Ölpreis der letzten Wochen sehen, das Wirtschaftswachstum geht jetzt schon zurück, gehen 5 oder 6 große Banken pleite und es gibt einen Sparkassensturm, ist die Klimaerwärmung locker um 20 Jahre rausgeschoben (denn selbst Ryanair kann sich dann keiner mehr leisten)

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/652128?inPopup=true

    @Marc+us:
    Tja, ich habe das für Zynismus gehalten. 😃 👍



  • Prof84 schrieb:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/652128?inPopup=true

    @Marc+us:
    Tja, ich habe das für Zynismus gehalten. 😃 👍

    Jaja, hauptsache wir reduzieren den CO2 Ausstoss. Dabei ist CO2 das harmloseste Gas auf dieser Welt. Ich wuerde mir lieber sorgen darum machen: http://www.independent.co.uk/news/science/its-official-men-really-are-the-weaker-sex-1055688.html

    Das hat wenigstens eine wissenschaftliche Basis und echte Fakten.

    Wildlife and people have been exposed to more than 100,000 new chemicals in recent years, and the European Commission has admitted that 99 per cent of them are not adequately regulated. There is not even proper safety information on 85 per cent of them.

    Aber das interessiert natuerklich keinen, weil es nicht um CO2 geht.

    It concludes: "Males of species from each of the main classes of vertebrate animals (including bony fish, amphibians, reptiles, birds and mammals) have been affected by chemicals in the environment.

    "Feminisation of the males of numerous vertebrate species is now a widespread occurrence. All vertebrates have similar sex hormone receptors, which have been conserved in evolution. Therefore, observations in one species may serve to highlight pollution issues of concern for other vertebrates, including humans."

    Natuerklich werden auch diese Chemikalien weniger in die Umwelt freigesetzt, wenn die Wirtschaft reduziert wird. Aber viele der Chemikalien bleiben fuer 100 Jahre erhalten, da spielt 10 Jahre Wirtsschaftkrise keine Rolle.

    Communities heavily polluted with gender-benders in Canada, Russia and Italy have given birth to twice as many girls than boys, which may offer a clue to the reason for a mysterious shift in sex ratios worldwide. Normally 106 boys are born for every 100 girls, but the ratio is slipping. It is calculated that 250,000 babies who would have been boys have been born as girls instead in the US and Japan alone.

    And sperm counts are dropping precipitously. Studies in more than 20 countries have shown that they have dropped from 150 million per millilitre of sperm fluid to 60 million over 50 years. (Hamsters produce nearly three times as much, at 160 million.) Professor Nil Basu of Michigan University says that this adds up to "pretty compelling evidence for effects in humans".



  • CO2 ist das harmloseste Gas auf dieser Welt? 😃 👍


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