ER - Modell: Komplexitäten und Optionalitäten



  • Hallo zusammen,

    könnt ihr schauen, ob ich den Unterschied zwischen Komplexitäten und Optionalitäten richtig verstanden habe?

    Jedes ER - Modell hat Geschäftsregeln. Die meisten beziehen sich auf die Art der Verknüpfungen, also den Beziehungen, zwischen Entitäten. Diese Beziehungen haben Komplexitäten. Es gibt drei verschiedene:

    1:1
    1:n
    1:m

    Zusätzlich gibt es sogenannte Optionalitäten. Diese konkretisieren die Komplexitäten. Beispielsweise kann so zum Ausdruck gebracht werden, dass mindestens 1 Entität vorhanden sein muss. Das schreibt man dann so:

    [1,1]

    Andere Möglichkeiten

    [0,1],[1,*] usw.

    Die Optionalitäten schrebt man an das gegenüberliegende Ende.

    Ist das richtig?

    Vielen Dank
    lg, freakC++



  • freakC++ schrieb:

    1:1
    1:n
    1:m

    Die unteren beiden Zeilen beschreiben dasselbe.



  • ups...ich meinte eigentlich n:m

    Ist der Rest richtig?



  • Die Optionalitäten und Komplexitäten heißen normalerweise Kardinalitäten.
    Von Optionalitäten und Komplexitäten sprach bei uns nie jemand.



  • Davon habe ich auch schonmal gehört. Bedeutet dies, dass man unter dem Begriff "Kardinalitäten" die Begriffe "Komplexität" und "Optionalität" zusammenfasst?

    Mal schaun, ob wir dasselbe meinen. Wie haben die Beziehung "Schüler hat Tutor"

    Komplexität: n:1 (n Schüler haben einen Tutor. Ein Tutor hat n Schüler.)
    Optionalität: (1,n) (1,1) (Ein Schüler hat genau einen Tutor. Ein Tutor hat mindestens 1 und höchstens n Schüler).

    lg, freakC++



  • Hi,

    .. Du meinst Multiplizität 🙂 (zumindest in OOP/UML ist der Ausdruck dafür bekannt)

    http://openbook.galileocomputing.de/oop/oop_kapitel_04_003.htm#mj4e980b9907659670b9dec829430e1e5f



  • Das, was ihr unter Komplexität bzw. Optionalität versteht, ist eigentlich nur ein Unterschied in der Notation der Kardinalität. Ersteres (1:1, 1:n, 1:m) verwendet man im ER-Modell in der Chen-Notation, zweiteres ist einfach die minmax-Notation, mit der die Kardinalitäten genauer spezifiziert werden können.

    1:1 entspricht [0,1], [0,1], 1:n entspricht [0,1], [0,] und n:m bedeutet dasselbe wie [0,], [0,]. Es gibt dann auch noch die modifizierte Chen-Notation, bei der 0 (entspricht [0, 0]), c ([0,1]), m ([1,]) und 1 ([1,1]) verwendet werden. Wiki hilft.

    In UML sagt man dazu Multiplizität, was aber natürlich ein ganz anderer Kontext ist.

    Den Begriff Komplexität kenne ich in dem Zusammenhang als einfaches Synonym für Kardinalität, Optionalität kenne ich hier nur als Wort für [0, 1] (in modifizierter Chen-Notation wäre das: "c").



  • davie schrieb:

    1:1 entspricht [0,1], [0,1], 1:n entspricht [0,1], [0,] und n:m bedeutet dasselbe wie [0,], [0,]. Es gibt dann auch noch die modifizierte Chen-Notation, bei der 0 (entspricht [0, 0]), c ([0,1]), m ([1,]) und 1 ([1,1]) verwendet werden. Wiki hilft.

    Ich glaube, dass das nicht ganz richtig ist. Zwar stimmt deine Aussage, aber sie ist unvollständig. In der Tat enstpricht [0,1], [0,1] der Komplexität 1:1, aber auch [1,1], [0,1] entspricht 1:1. Das ist ja gerade der Sinn der Optionalitäten: Konkretisierung der Kardinalitäten.

    Oder war das dein Punkt mit der "Chen - Notation", die ich nicht kenne?

    edit: Kann es eigentlich auch eine 2:n Komplexität geben? Dann müsste ich ja beispielsweise so eine Optionalität haben [0,*],[2,2]

    Viele Grüße
    freakC++



  • freakC++ schrieb:

    Kann es eigentlich auch eine 2:n Komplexität geben? Dann müsste ich ja beispielsweise so eine Optionalität haben [0,*],[2,2]

    Damit triffst du die gleiche Aussage wie mit 1:n, nur etwas ungeschickter. Mir ist nichts dergleichen bekannt.


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