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Marc++us schrieb:
Das ist im Falle Israel aber eine sehr einfache Sichtweise... denn Hauptproblem ist hier doch, daß zwei Parteien Ansprüche auf das gleiche Gebiet erheben.
Und es ist mir schon verständlich, daß Israel niemals auf die UN-Grenzen der 40er Jahre eingegangen ist, es wäre damit wirtschaftlich und militärisch nicht überlebensfähig - bei der Randlage am Meer, kein Zugriff auf Süßwasser, die Abschnürung in der Mitte - Israel ist nach dem ursprünglichen UN-Plan nicht lebensfähig.
Also können sie gar nicht einfach aus der Besatzung aussteigen... illegal oder nicht.
... Und um diese Wahrheit besser zu verkraften, erfand man hier im Westen Placebos, die man auch Friedensbewegung nennt. ...
Ne Moment, Gaza und das Westjordanland sind wohl kaum Gebiete, die Israel zum Ueberleben braeuchte.. Die einzigen Israelis dort sind Siedler, und das sind durchgeknallte Freaks, um die gehts hier nicht. Ausserdem, 1948 und Heute, das sind zwei verschiedene Themen. Niemand verlangt die Rueckkehr zu den 48-Gebieten, sondern Rueckzug aus Gaza-Streifen und Westjordanland und Rueckkehr der Fluechtlinge nach Israel.
Israel besetzt diese Gebiete heute ganz sicher nicht, um ihr Ueberleben zu sichern. Ausstieg aus der Besatzung waere sehr wohl moeglich.
Kuck, eigentlich machts keinen Sinn so zu diskutieren. Das Problem liegt nicht darin, wer jetzt welche Territorien besetzen darf, etc. Es geht darum, dass gewisses Vorgehen, egal unter welchen Vorwaenden, einfach nicht zu entschuldigen ist. Heute wuerde niemand mehr das Apartheid-Regime in Schutz nehmen, niemand wuerde das Vorgehen der Nazis gegen Partisanen in Schutz nehmen. Und Niemand wuerde Israels Armee in Schutz nehmen, wenn er den Alltag in Palaestina kennen wuerde.
Zur Friedensbewegung: Jep, so ists.. Fuer alle, denen das Placebo "Demokratie" nicht genuegte.. Obwohl, ich muss schon sagen, in der Schweiz sind wir ziemlich erfolgreich. Die Armee hat schon mehr Angst vor uns als vor den Russen