Gendatenbank auf gesamte Bevölkerung ausweiten!
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C-O-M-M-A-N-D-E-R schrieb:
@Marc++us : dann reden wir schlichtweg aneinander vorbei. ich habe im bezug auf gewaltverbrechen etc. nichts zu verbergen und nur hier machen für mich die dna proben einen sinn.
Und das willst du als Legitimation zur DNA-Datensammlung _aller_ Buerger nehmen?
Also jeden schonmal als potentiellen Gewaltverbrecher darstellen?Find ich nicht gerechtfertigt.
mfg
v R
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virtuell Realisticer schrieb:
Das loest immernoch nicht das Problem, dass alle in der Datenbank als
potentielle Taeter in Frage kommen und das waeren ja dann alle Bundesbuerger.mfg
v RDu bist auch jetzt bereits in vielen Datenbanken wie z.B. in der Kfz. Datenbank. Du bist also jetzt "potentieller Täter". Wenn irgendwo ein Unfall mit Fahrerflucht geschieht und ein Zeuge meint deine Kfz. Nummer erkannt zu haben ist das sogar noch schwerwiegender, als wenn man in Zukunft einen positiven DNA Test von Dir hat (wegen der Zeugenaussage). Eine DNA Datenbank bringt keinerlei zusätzlichen Aspekte oder Gefahren mit sich.
Und was die Argumentation "Kann man Mißbrauch ausschließen" angeht, so ist das im Prinzip auf alle Aspekte des menschlichen Lebens anwendbar. Folgerung : wenns nach den Ökos gegangen wäre und diese Argumentation stichhaltig wäre, so würden wir weiterhin auf den Bäumen hocken. Natürlich kann man nicht zu hundert Prozent einen Mißbrauch ausschließen, allerdings kann man ihn weitestgehend durch verschiedene Kontrollmaßnahmen vermeiden.
Des weiteren muss ich mein Ursprungsposting ergänzen : eine rein deutsche Gendatenbank ist nicht sinnvoll, es müsste mindestens eine europaweite Datenbank sein, in der jeder EU Bürger erfasst ist. Einreisende Ausländer sollten bei der Einreise eine Genprobe sowie Fingerabrücke hinterlassen, wie es bereits in den USA der Fall ist.
Union-Fan
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Union-Fan schrieb:
Falsch, denn man darf nicht ausschließlich aufgrund eines positiven Gentests verurteilt werden. Ein solcher Test ist aber Basis für weitergehnde kriminalistische Recherchen seitens der Polizei.
Jaja. Du solltest wissen, daß es auch im Strafrecht schon indizienbasierte Verfahren gegeben hat, bei denen man dem Täter nicht *beweisen* (wie man in der Kriminalistik eben so beweißt) konnte, daß er es gewesen sein muß. Dein Problem.
Die lebenslange Zwangseinweisung aller Männer ist aber ein schwerwiegender Eingriff, wohingegen die Erfassung des genetischen Materials keinerlei sonstige Folgen hat.
Oh, oh, das sieht u.a. das BVG anders. Ein Recht auf infomationelle Selbstbestimmung existiert.
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Daniel E. schrieb:
Jaja. Du solltest wissen, daß es auch im Strafrecht schon indizienbasierte Verfahren gegeben hat, bei denen man dem Täter nicht *beweisen* (wie man in der Kriminalistik eben so beweißt) konnte, daß er es gewesen sein muß. Dein Problem.
Nun wie Du schon selbst sagst, reichen Indizien im Strafrecht nicht aus um, um zu beweisen das jemand ein Täter ist. Hier verstehe ich dann aber die ganze Aufregung nicht.
Union-Fan
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Weswegen auch keine unrechtmäßig Verurteilten gibt, jaja. Gut, daß Du das nochmal klargestellt hast. EOD, das ist mir zu merkbefreit hier.
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Union-Fan schrieb:
virtuell Realisticer schrieb:
Das loest immernoch nicht das Problem, dass alle in der Datenbank als
potentielle Taeter in Frage kommen und das waeren ja dann alle Bundesbuerger.mfg
v RDu bist auch jetzt bereits in vielen Datenbanken wie z.B. in der Kfz. Datenbank.
Und deswegen brauchen wir mehr und mehr und mehr und mehr Daten und immer mehr?
Du bist also jetzt "potentieller Täter". Wenn irgendwo ein Unfall mit Fahrerflucht geschieht und ein Zeuge meint deine Kfz. Nummer erkannt zu haben ist das sogar noch schwerwiegender, als wenn man in Zukunft einen positiven DNA Test von Dir hat (wegen der Zeugenaussage). Eine DNA Datenbank bringt keinerlei zusätzlichen Aspekte oder Gefahren mit sich.
Wann hoert das auf? Vielleicht wenn sie dir sagen koennen, ob du im Jahr X
im monat Y am Tag Z um XYZ Uhr mit deiner Frau geschlafen hast?Die DNA-Datensammlung bringt eine Scheinsicherheit, mehr nicht.
Und was die Argumentation "Kann man Mißbrauch ausschließen" angeht, so ist das im Prinzip auf alle Aspekte des menschlichen Lebens anwendbar. Folgerung : wenns nach den Ökos gegangen wäre und diese Argumentation stichhaltig wäre, so würden wir weiterhin auf den Bäumen hocken. Natürlich kann man nicht zu hundert Prozent einen Mißbrauch ausschließen, allerdings kann man ihn weitestgehend durch verschiedene Kontrollmaßnahmen vermeiden.
Und irgendwann steht mein Klon vor der Haustuer? Nein danke!
Des weiteren muss ich mein Ursprungsposting ergänzen : eine rein deutsche Gendatenbank ist nicht sinnvoll, es müsste mindestens eine europaweite Datenbank sein, in der jeder EU Bürger erfasst ist. Einreisende Ausländer sollten bei der Einreise eine Genprobe sowie Fingerabrücke hinterlassen, wie es bereits in den USA der Fall ist.
Wer soll das bitte schoen bezahlen? Der Staat auf jeden Fall nicht, der hat das
Geld nicht.Nun wie Du schon selbst sagst, reichen Indizien im Strafrecht nicht aus um, um zu beweisen das jemand ein Täter ist. Hier verstehe ich dann aber die ganze Aufregung nicht.
Ich rege mich auf, weil es weitere Daten sind, die die Regierung nichts angehen.
Ich sehe das als meine persoenlichen Daten an, so einfach ist das.Aber verbleiben wir einfach so: Du bist dafuer, ich dagegen. Sparen wir uns
einfach weitere Diskussionen.mfg
v R
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Unix-Tom schrieb:
Ich bin dafür. Ich habe nichts zu verbergen.
Wer nichts in der Hinsicht zu verbergen hat, der hat auch in so einer Datenbank nichts verloren, da die Daten dann bestenfalls missbraucht werden können.
Unix-Tom schrieb:
Wer ein Kind hat weiß wovon ich rede. Die anderen können da nicht mitreden weil sie es nicht nachempfinden können.
Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber. In meinen Augen sind die Argumente für eine bundesweiten Erfassung schwach, denn was hindert die Typen daran mal eben nach Holland, Polen oder wohin auch immer zu fahren und dort Kinder zu missbrauchen?
Oder anderer Fall: Was macht man, wenn jemand aus dem Ausland hier ein Kind missbraucht, der aber nicht erfasst ist? Bis die komplette Datenbank ausgewertet wurde geht denke ich mal auch Zeit ins Land, ohne Ergebnis. Je weiter ein Verbrechen in der Vergangenheit liegt umso schwerer die Aufklärung.
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Klingt verdammt nach TCPA - die Diskussion mein ich.
Ich habe kein Verbrechen zu verbergen das durch meine OpenSource-DNA aufgeklärt werden würde, allerdings glaube ich, dass die Daten für zuviel Unsinn missbraucht werden können und ich deshalb nicht unbedingt in so einer Datenbank stehen möchte. Aber das ist immer Ansichtssache, wenn deine Tocher vergewaltigt wurde redest du von solchen Dingen anders...
Fazit: Auf kurz oder lang kommt es sowieso, Kontrolle ist Macht und Macht ist immer gut.
MfG SideWinder
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Dann hätt ichs aber lieber über lang und deshalb darf man drüber diskutieren. BTW bin ich nicht mit TCPA vertraut

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Diese "wer selbst ein Kind hat" - Argumentation setzt voraus, dass eine umfangreiche Gen-Datenbank tatsächlich abschreckend wirken würde, was ich einfach mal sehr stark bezweifle. Leute, die kleine Kinder misbrauchen, haben nen Knacks und werden sich nicht abschrecken lassen, ich bezweifle sogar eher, dass solche Taten überhaupt kaltblütig vorher 3 Jahre lang geplant werden.
Seltsam, früher hat keiner daran gedacht, dass von jedem der Fingerabdruck genommen werden soll und noch früher haben sich große Teile der Bevölkerung sogar gegen Volkszählungen gewehrt. Die Tendenz der letzten Jahre beunruhigt mich.
Und eine komplette Überwachung rechtfertigt sowas sicher nicht, auch nicht, wenn meine obige Aussage als falsch angesehen wird. Wer so etwas will, muss sich von den Borg assimilieren lassen.
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Sowas sollte schon bei der Geburt gemacht werden so das jeder registriert wird.
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Diese "wer selbst ein Kind hat" - Argumentation setzt voraus, dass eine umfangreiche Gen-Datenbank tatsächlich abschreckend wirken würde, was ich einfach mal sehr stark bezweifle. Leute, die kleine Kinder misbrauchen, haben nen Knacks und werden sich nicht abschrecken lassen, ich bezweifle sogar eher, dass solche Taten überhaupt kaltblütig vorher 3 Jahre lang geplant werden.
Ich finde es beeindruckend wie du über die Quantität von Verbrechen hinwegsiehst.
MfG SideWinder
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@bitte bitte: Um Gottes Willen

Vielleicht gehts ja dann in 50 Jahren so:
"Es ist ein Junge"
*dnsabnehm*
*analysier*
"Brauchen Sie erst gar nicht zur Schule zu schicken, wird eh nur 15."
*allesdunkelseh*

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Vielleicht kann dem Jungen aber auch mit einer kleinen Spritze ein langes Leben bevorstehen statt mit 15 elendig an einer Krankheit abzukratzen die behandelbar gewesen wäre...
MfG SideWinder
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SideWinder schrieb:
Ich finde es beeindruckend wie du über die Quantität von Verbrechen hinwegsiehst.
Tut er das? Wenn ja: wo?
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Optimizer behauptet, dass eine Gendatenbank in einem solchen Bereich keinen Sinn hat. Das nachfolgene Beispiel zeigt hoffentlich eindeutig wo genau er über die Quantität hinwegsieht:
Fall 1:
1 Delikt -> Täter wird dank Gendatenbank festgenommenFall 2:
1 Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst -> Noch ein Delikt -> Täter wird nicht gefasst ->MfG SideWinder
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Öh ja... oder nein.
Sicherlich werden manchmal Täter aufgehalten. Die Frage ist nur, wie viel mir das wert ist.
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Ich habe nicht gesagt das jeder Bürger in die Gendatenbank soll.
Ich habe geschrieben StGB.http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2044195,00.html
http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/journal/justiz/deutschland/nrw/74845Erzählt eure Argumente den Eltern der Kinder.
PS.: Diese Links sind 2 Bsp. und 4 Kinder von tausenden Kindern die Sterben mussten.
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ich finde auch, daß prozesse gegen vergewaltiger nur von juristinnen geführt werden sollten, die selber mißbraucht wurden, denn andere könnten es ja gar nicht nachempfinden. und gegen betrüger sollten auch nur juristen vorgehen dürfen, die selbst schon betrogen wurden, alle anderen können es ja nicht nachempfinden.
Unix-Tom, fällt dir was auf? wenn nicht schon jetzt, dann aber, wenn ich fordere, daß gegen mörder nur juristen prozessieren dürfen, die selber schon ermordet wurden... klingt so blödsinnig, nicht wahr? und was lernen wir daraus? persönliche betroffenheit macht nicht kompetenter, sondern irrational.
und was siehst du, wenn du in unsere gesetze guckst? daß an allen ecken und enden geschrieben steht, daß die justiz allein aus fakten heraus handeln soll- nicht aus emotionaler betroffenheit. die steinzeit ist nämlich vorbei.
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SideWinder schrieb:
Ich finde es beeindruckend wie du über die Quantität von Verbrechen hinwegsiehst.
Na. Deine nachfolgende Aufzählung kommt mir etwas unrealistisch vor. Ja, _vielleicht_ kann man bei Serienkillern 2 weitere Tote verhindern.
Trotzdem kannst du durchaus es mal so sehen, dass die Aufklärungsquote nicht schlecht ist. Die Menschheit hat bestimmt diesbzgl. schon schlimmere Tage erlebt, wenn im Mittelalter so einer rumgeht, wird der vielleicht zeitlebens (!!) nicht erwischt. Solche Verbrechen sind abscheulich, aber man muss es mal irgendwo auch eiskalt so sehen, dass diese Art von Verbrechen kein besonders großes Problem in unserer Gesellschaft darstellen. Jeden Tag kommen aus anderen Gründen weit mehr Menschen ums Leben, die weniger Beachtung finden.Deshalb finde ich es sehr gewagt, wegen so etwas eine bundesweite Gendatenbank einzuführen. Wenn du absolute Sicherheit anstrebst, musst du ein Borg-Kollektiv gründen, wo alle gemeinsam denken und handeln und jeder über das Tun und Lassen Anderer bescheid weiß. Es gibt sie nicht und eine gute Aufklärung solcher Fälle haben wir IMHO alle mal.
Unix-Tom schrieb:
Ich habe nicht gesagt das jeder Bürger in die Gendatenbank soll.
Nur die straffälligen? Von denen hat man beim ersten Leichenfund doch auch den genetischen Fingerabdruck, du kannst ihn ein zweites mal nehmen lassen, toll. Oder übersehe ich was?