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Marc++us schrieb:
Aber es gibt durchaus eine unangenehme Sache bei Wissenschaftlern: da sie ihre Weltanschauung aus einer "neutralen" Quelle beziehen, glauben sie daher an eine höhere Bestätigung ihrer Weltanschauung, die sie gegenüber den Predigern einer Religion überlegen macht - zu machen scheint.
Ein ernstzunehmender Wissenschaftler ist sich stets bewußt, dass er mit Hypothesen arbeitet, weil in dem Moment, in dem er diese zum Dogma erklärt, die Wissenschaftlichkeit aufgibt. Die Wissenschaft zur Religion zur erheben passiert IMHO eher Laien, die auf der Suche nach etwas sind, das sie glauben können -- das ist anscheinend ein menschliches Grundbedürfnis.
Aber wozu sollte man das überhaupt tun? Man bekommt dafür ja nichts zurück. Keinen gemeinschaftlichen Zusammenhalt, keinen Sinn, keine Hoffnung. Soll man den Heiligen Urknall feiern? Der Gravitation danken, dass man nicht ins All entschwebt?
Ich weiß ja, die Sache mit der Rotverschiebung... dumm wäre nur, wenn ein angenommener Gott vor 6000 Jahren das Licht so konstruiert hätte, um uns eine Denkaufgabe zu geben, so daß wir glauben, alles würde sich auseinanderziehen.
Ein gut designter Glaube ist nicht falsifizierbar