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Tim schrieb:
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Du hast schon recht, wenn Du sagst, dass ja viel mehr Komponenten rausfliegen, als neu reinkommen. Es kommt im wesentlichen der ganze Antriebsstrang raus und es kommen Elektromotoren und ein Batteriesystem rein. Es gibt weniger Kleinkram. Einen DC-DC-Wandler, ein oder mehrere Ladegeräte und das war's wahrscheinlich eh.
Aber die Kritikalität der einzelnen Komponenten nimmt zu und das macht den Entwicklungsprozess auf jeden Fall aufwendiger.
Deine Argumentation mit Bremstechnologie verstehe ich auch nicht so ganz. Sicher wird die sich ändern, alleine durch die Möglichkeit der Rekuperation, aber das hat man ja heute zum Teil auch schon (Hybrid). Momenteneingriffe sind auch Stand der Technik (ABS, ESP, ASR). Ebenso kann neue Bremstechnologie (z.B. brake by wire) auch mit Verbrennern gepaart werden.
Das stimmt schon, die technischen Probleme sind nie rein auf Elektroautos beschränkt (und insbesondere taucht jedes Problem auch mal bei einem Hybridfahrzeug auf, spätestens bei einem Elektrofahrzeug mit Range Extender ...).
Aber bei Elektrofahrzeugen sind die Anreize so, daß man die Technologie schneller umstellen muß, weil elektrische Energie im Fahrzeug sehr knapp ist und man sich den Luxus eines ausreichend (überdimensionierten?) Bremssystems schneller nicht mehr leisten können mag.
Rein elektrisch zu bremsen ist auch nicht realistisch. Was für eine Bremsleistung hat ein normaler PKW? Wie willst du das "rein elektrisch" machen?
Naja, von den Bremsbeschleunigungen, also dem Moment ist das kein Problem, selbst für eine Notbremsung. Leistungsmäßig liegt ein Kleinwagen von 1t von etwa 150km/h in der Größenordnung von geschätzten etwa 500kW. In die Batterie kriegt man das auf keinen Fall zurück, rekuperatives Bremsen kann man also hierfür vergessen.
Ich habe von elektrischen Bauteilen jetzt nicht so richtig viel Ahnung, aber ich hätte erwartet, daß man das über einen Bremschopper schon wegbekommt. Lieg ich da falsch? (Zugegeben, sinnvoller Umgang mit der Energie ist das nicht ...)