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Sooo... Nochmal was zum Schulsystem. Dieses ist, so meine ich, in einigen Fächern immernoch zu stark auf das Auswendiglernen von Fakten beschränkt. Nicht unbedingt sollen Zahlenkolonnen auswendig gelernt werden. Wohl aber ist das Schulsystem, eigentlich schon immer, zu sehr auf den Typus jenes Schülers zugeschnitten, der "auf die nächste Arbeit lernt". Für eine Biologiearbeit lernt man ein paar Skizzen und Beschreibungen auswendig, für Physik ein paar Formeln, oft ohne den Inhalt verstanden zu haben, im eigentlichen Sinne.
Auswendiglernerei fällt bei mir nicht unter Lernen, es findet kein Erkenntnisprozess statt und es wird nicht abstrahiert, vielmehr kommt es dem "abschreiben" gleich. Auch ist die Individuelle Meinung nicht immer wirklich gefragt, sondern in wiefern der einzelne Schüler dem Erwartungshorizont des Lehrers gerecht wird.
Was noch? Ah, Probleme bei der Benotung. Es gibt keine Objektivität, daher ist auch keine objektive Bewertung möglich
Patrick Heron schrieb:
Eine eigentlich 'objektive' Erscheinung der Dinge gibt es nicht - höchstens als Datenmenge, die in ihrer Komplexität und Differenziertheit unendlich ist. Was nachweisbar auf die Retina eintrifft, ist ein amorphes Chaos visueller Stimuli, in welches das menschliche Auge aufgrund seiner Erfahrung eine aus bestimmten Gründen bevorzugte Ordnung injiziert.
Wenn ich auch kein Freund von Stereotypen bin, finde ich die Arbeit von David Keirsey recht interessant (hab mich aber nur flüchtig damit beschäftigt), der ja mit den Temperamentstypen aufzeigt, dass das schulische System nicht allen Typen gerecht werden.