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illuminator schrieb:
Ich denke man sollte Verfassungswidrige und anti-freiheitlich, anti-demokratische Ideen etc. auseinander halten.
Ein bißchen Verfassungskunde sollte Dir zeigen, wie gefährlich diese Denkweise ist.
Nehmen wir z.B. den lieben Herrn Lafontaine. Er fordert ganz offen, daß im Ausland Steuer zahlende Deutsche ausgebürgert werden.
Eine kurze Analyse bringt interessante Dinge zu Tage:
- keinem Deutschen darf seine Staatsbürgerschaft aberkannt werden (GG)
- dieser Artikel steht in dem vor Änderungen geschützten Bereich des GG
- versucht jemand das GG in diesen Teilen zu ändern, steht jedem Bürger ein notfalls auch bewaffnetes Widerstandsrecht zu
D.h. die Väter (und Mütter) des GG hatten vor Augen, daß die Staatsbürgerschaft ähnlich wie andere Rechte einen solchen schützenswerten Stellenwert hatten, daß ein Eingriff in diese Dinge einem Staatsstreich von oben entsprächen - und damit den Bürger aufforderten, eine solche Regierung zu bekämpfen. Gedacht war dies natürlich vor dem Hintergrund der Ausbürgerungen der deutschen intellektuellen Elite ab 1933 durch die Naziidioten, aber es wirkt auch heute noch fort gegen Umstürze durch linke 68er Idioten.
Lafontaine stellt sich also in Zeitungsinterviews hin und kündigt an, daß unter seiner Regierung ein Staatsstreich von Oben durchgeführt werden würde, und bekommt dafür noch zugejubelt. Klar, nach der Abschaffung der Demokratie und Einführung (wieder Mal) der Volksdiktatur [in der DDR gab's die Ausbürgerung ja auch im Gesetzeskatalog) wäre das alles nicht mehr verfassungswidrig. Dieser Mann steht daher genauso auf antidemokratischem Pflaster wie Leute von der DVU oder NPD. Links ist nicht gut, und rechts böse. Antidemokraten sind nicht automatisch rechts.
Vielleicht wäre es zu erwarten, daß ein mündiger Bürger ein klein wenig mehr Respekt vor den wichtigsten 30-40 Artikeln des GG hätte, sowie etwas mehr von ihrer Geschichte wüßte, statt zu sagen "müssen wir bloß ändern, dann ist's weg".